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Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon

Wieder Zuhause!

15. Juli 2013 , Geschrieben von Cebulon Veröffentlicht in #Alltagserlebnisse

 

Ja, wir sind wieder zu Hause. Schon seit letzte Woche Donnerstag. Meine Frau hat uns beide gut und sicher nach Hause gebracht. Die drei Wochen sind doch ziemlich schnell vorbei gegangen. Trotzdem aber gerade zur richtigen Zeit, denn eine vierte Woche wäre uns beiden ziemlich schwer gefallen. Nötig war es sowieso nicht, denn ich war und bin von den OP-Folgen her schon viel weiter als viele andere die die selbe OP hinter sich haben. Eigentlich war ich schon vor der Reha soweit wie es andere gerne nach der Reha wären. Da habe ich großes Glück gehabt.

 

So konnten wir also ruhigen Gewissens und voller Vorfreude wieder nach Hause fahren. Obwohl.... ...ein bißchen Herzblut bleibt doch zurück. Reinhardshausen, der Vorort von Bad Wildungen in dem wir die Reha erlebt haben, ist doch ein schönes Örtchen. So richtig gemütlich eigentlich. Die Lokale mit ihren Aussenbereichen in denen man es sich gemütlich machen kann sind von der Klinik aus schnell erreicht. Dazu die Cafeteria der Klinik in der man konkurrenzlos günstig Kaffee trinken, Kuchen und Eis essen kann.

 

Fehlen werden uns auch die Menschen die wir kennen gelernt haben: Die netten und immer freundlichen Servicedamen in der Cafeteria und im Speisesaal. Die netten Hausdamen die unser Zimmer in Ordnung gehalten haben und uns jeden Wunsch (Dünnere Bettdecke, flacheres Kissen) sofort erfüllt haben. Die netten Damen an der Rezeption, besonders eine Frau Sch.! Die Frauen im Sekretariat, die Krankenschwestern, die für mich zuständige Urologin, die Sozialarbeiterin die sich darum gekümmert hat das die stockende Finanzierung durch Krankenkasse/Rehakostenträger wieder ins rollen kam und beim Antrag für den Schwerbehindertenantrag geholfen hat, die Physio- und anderen Therapeuten usw., usw.!

 

Dann noch die vielen Mitpatienten, samt Begleitung, die wir kennen gelernt haben und mit denen wir viele schöne Gespräche hatten. Unsere Gegenüber am Tisch 62, unsere Zimmernachbarn, einige die wir schon im Krankenhaus kennengelernt und in der Reha wieder getroffen haben und viele, viele andere!

 

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Und, denn man müß ja auch an das körperliche Wohl denken, die pünktlichen und reichhaltigen Mahlzeiten. Sich morgens und abends am reichhaltigen Büffet bedienen, Mittags eine leckere Mahlzeit samt Vorsuppe und reichhaltiger Salatauswahl und Dessert, und das alles ohne auch nur einen Finger dazu gerührt zu haben.... ...so gut hat man es zu Hause nicht. Natürlich schmeckt es zu Hause wieder ganz anders und auch besser, aber man, oder eigentlich Frau, muss schon einiges tun um eine schmackhafte Rund-um-den-Tag-Versorgung bereit zu stellen.

 

Es gab also viel schönes in der Reha, aber zu Hause ist halt zu Hause. Irgendwann zieht das traute Heim wie ein Magnet die "Ausserhäusigen" zurück in seinen Schoß.

 

Die vielen Anwendungen fand ich unterschiedlich angenehm und nützlich. Am sinnvollsten fand ich die Physiotherapie mit ihren Gruppenübungen und den Einzelanwendungen. Andere Anwendungen fand ich mehr oder weniger angenehm, aber fand nicht so richtig den Bezug zu meiner OP. Trotzdem habe ich sie natürlich alle mit gemacht.

 

Und nun sind wir also wieder hier. 100 Tage nach der OP soll ich mich schonen, also schon mal nicht arbeiten gehen. Wiedereingliederung ist ausdrücklich ausgeschlossen. Hauptsächlich damit die OP-Wunden in Ruhe verheilen können. Eine lange Zeit, von der ein großer Teil noch vor mir liegt. Mal sehen was ich da so alles anstelle.

 

Zuerst gab es ja noch einiges zu regeln. Ich hatte mich eigentlich voll und ganz auf meine Krankheit, die OP und die Reha konzentriert. Das andere, also z. B. Lohnfortzahlung, Krankengeld usw. würde schon automatisch laufen, dachte ich. Da wurde ich allerdings schnell eines besseren belehrt. Wir leben im Computerzeitalter, und da sollte ja alles einfach per Mausklick funktionieren. Sollte!

 

Ich könnte ja jetzt beschreiben, wieviel Mühe, Anrufe, und später auch Besuche z. B. bei Arzt und AOK gekostet hat, damit wir während der gesamten Zeit das uns zustehende Geld bekamen, und uns die laufenden Kosten nicht ins Minus bringen konnten. Schon vor und in der Reha haben wir einen Teil unserer Zeit darauf verwendet, und nach der Reha ging es weiter. Heute sieht es endlich so aus als wenn wir alles im Griff hätten! Schau'n wir mal ob es so ist und nicht noch irgend etwas im Hintergrund lauert. Ich könnte es beschreiben, tue es aber lieber nicht! Dieser Artikel ist erst mal lang genug, und deshalb beende ich ihn an dieser Stelle erst mal.

 

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Katharina vom Tanneneck 07/23/2013 09:44


Ach wäre es schön, so ein Wunder zu erleben! 

Katharina vom Tanneneck 07/23/2013 00:18


Ja, ich habe diese Hoffnung! Weißt Du auch warum? Ich kenne einige Gründer der neuen, kleinen Parteien. Nicht persönlich aber über facebook! Ich habe da Fragen gestellt und Antworten bekommen. Da
gibt es Parteien, die eigentlich nur unser Land retten wollen und das alles nicht selbstlos, sondern weil sie als Bürger auch davon profitieren würden. 


Sie wollen nicht einmal den Kanzler machen, sie wollen unser Land souverän machen, Friedensverträge schließen und uns eine vom Volk genehmigte Verfassung geben. Was ist falsch daran?


Danach sollten Neuwahlen stattfinden und dann kommen erst wieder Parteien ins Spiel! Die dann aber nicht mehr so agieren können wie heute!


Das Akkordeon solltest Du mal wieder in den Arm nehmen und darauf spielen. Warum nicht? Wenn alles den Bach runter geht, dann haben die Leute kein Geld um einen Akkordeonspieler zu bezahlen. Aber
auch in schlechten Zeiten wollen sich die Menschen mal amüsieren. Wer weiß? 

Cebulon 07/23/2013 09:30



Ein wenig warte ich aber noch mit dem Üben, denn ich weiß nicht ob das irgendwie meine Operationswunden belastet! ;-)


Falsch ist nichts an dem was du geschrieben hast, aber meine Erfahrungen haben mir gezeigt das es wahrscheinlich nicht so kommen wird. Entweder können sich Menschen die es geschafft haben in eine
Machtposition zu gelangen plötzlich nicht mehr an ihre Vorhaben und Versprechungen erinnern, oder sie bekommen so viel Druck dass sie davon ablassen und auf den "normalen" Weg einschwenken
müssen.


Ich hab das im kleinen (Betriebsrat) und im grossen (Politik) erlebt. Man denke da nur an die Versprechungen der jeweiligen Opposition, die sie leider nach der Wahl nicht erfüllen können weil sie
sich den Sachzwängen (an denen die vorherige Regierung schuld ist!!) beugen müssen.


Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, und werde das auch soweit ich kann unterstützen. Denn, wie singt schon Katja Ebstein: Wunder gibt es immer wieder......



Katharina vom Tanneneck 07/21/2013 23:24


Na ja, auch schon früher mußten Rentner, wenn sie sehr hohe Renten hatten auch eine Steuererklärung abgeben. Aber da kam ja kaum einer in solch hohe Kategorien. Normalerweise müßte der
Steuerfreibetrag so hoch sein, dass man zumindest davon leben kann. Von 9.000 € im Jahr, kann man einfach nicht leben! Zumal da ja noch die Kranken- und Pflegeversicherung abgeht und das nicht zu
wenig! Da hat sich auch alles in den Jahren seit Einführung des Euro verdoppelt, nur das Einkommen eben nicht.


Deinen Vorschlag finde ich ganz gut aber das mit dem Nachrücken, das klappt nicht! Schau einfach mal nach, wieviele Parteimitglieder die haben, dann braucht es noch Jahre!   


Diese Parteien sollten einfach verboten werden, zumindest bis sich die Generationen erneuert haben  und eine andere Denke entwickelt haben!  

Cebulon 07/22/2013 22:44



Ich sehe, du hast immer noch die Hoffnung das andere Parteien es besser machen würden. Ich bin da leider sehr skeptisch. Ich befürchte dass die Macht die Menschen verdirbt. Ausserdem Habe ich
dazu wo die wirkliche Macht ist so meine Theorien... :-(


Was die Rente betrifft, da bin ich schon sehr gespannt was ich als Rentner noch so alles erlebe! Ich habe als Kind mal angefangen Akkordeon zu lernen, das Instrument liegt noch bei meiner Mutter
auf dem Schrank. Vielleicht sollte ich mal wieder üben, damit ich mir evtl. in der Fußgängerzone oder vor Supermärkten etwas dazu verdienen kann.



Katharina vom Tanneneck 07/16/2013 21:50


Es ist schon schlimm in unserem Staat mit der Bürokratie! Ich dachte ja auch mal, wenn ich Rentnerin bin, dann habe ich Ruhe. Falsch gedacht! Nur weil ich einmal privat versichert war, muß ich
die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge selbst bezahlen. Ein Antrag mußte bei der Rentenkasse gestellt werden, damit ich einen Zuschuß bekomme. Und natürlich muß ich jedes Jahr eine
Steuererklärung machen und vierteljährlich ca. 400 € voraus zahlen. So muß ich nun nach jeder Erhöhung eine Kopie machen und es der Krankenkasse schicken. Dabei bekommen die das auch von der
Rentenstelle zugeschickt. Ich empfinde das alles als Schikane! Diese Politiker, die sich so etwas ausdenken, die müssen alle weg! Außerdem wollen sie eine Kopie meiner Steuererklärung, damit
ihnen ja nichts entgeht. Wir sind schon gläserne Bürger!


Bis Du alles genau weißt, wie es funktioniert, bist Du wieder gesund und kannst arbeiten. Und dann wirst Du es wohl nie mehr brauchen! Ich finde es schlimm, wenn man krank ist, dass man sich auch
noch mit solchen Dingen herum schlagen muß.


Trotz allem, gute und schnelle Genesung!

Cebulon 07/21/2013 14:32



Danke, ich gebe mir Mühe.


Ja, Rentner zu sein war früher sicher einfacher. Wieso sie inzwischen auch fast wie Berufstätige behandelt werden ist mir ein Rätsel. Ich bin da nicht so im Stoff, aber es hatte doch sein Grund
und war vom Gesetz her so geregelt das die Rente ohne Steuerabzüge usw. ausgezahlt wurde. Hört sich irgendwie nach Raubritterei an was da passiert.


Politiker weg? Ja, aber ich würde vorschlagen in mehreren "Waschgängen"! Alle Politiker rausschmeißen, die Stellen von den Nachrückern besetzen lassen, die auch wieder rausschmeißen.... ....und
wenn man das so ca. 10 bis 20 mal gemacht hat mal schauen wie sauber die Wäschen nun ist, bzw. wie gut sie ihre Sache machen. Bei Bedarf weiter waschen! ;-)



Katharina vom Tanneneck 07/15/2013 23:41


Einfach ist das alles nicht aber es wird auch wieder besser werden. Du mußt Geduld haben und positiv denken. Deine Frau ist doch immer für dich da und unterstützt Dich wo sie kann. Für sie ist es
auch nicht leicht aber gemeinsam packt Ihr das.


Ja, an Krankengeld denkt man nicht, dass man da einen Antrag stellen muß. Als mein Mann damals so lange krank war, da haben mich die Leute aus unserem Personalbüro unterstützt und vieles für uns
geregelt. In diesem Beamtenstaat muß man überall Anträge stellen. 


Seid froh, dass Ihr wieder zu Hause seid. Da ist das Leben doch etwas leichter auch wenn nun Deine Frau wieder die Mahlzeiten selbst zubereiten muß. Ihr könnt aber wieder tun und lassen, was Ihr
wollt.


Ich wünsche Euch eine gute Zeit und Dir eine schnelle Genesung. Hauptsache ist doch, Du wirst wieder gesund!


Liebe Grüße, Katharina 

Cebulon 07/16/2013 09:32



Ja, Gesundheit ist die Hauptsache, da hast du recht. Und all die Kleinkämpfe mit der Bürokratie bringen wenigstens den Kreislauf in Schwung! ;-)


Es ist alles ziemlich kompliziert und wenn man denkt man hätte alles geregelt kommt wieder ein bürokratischer Fallstrick aus dem Hintergrund. Am Tag nach der Reha mußte ich unbedingt zum Arzt und
das Antrags-Formular für die Krankenkasse ausfüllen lassen. Darauf hatte der Arzt u. a. bescheinigt wie lange ich voraussichtlich noch krank bin. Ich gab das Formular ab und dachte damit wäre bis
zum angegebenen Termin alles geregelt.


Dann mußte ich aber wegen einer Frage noch mal bei der Krankenkasse anrufen und erfuhr da so nebenbei dass ich mich da sehr irre. Geld von der Krankenkasse gibt es nämlich nur rückwirkend bis zu
dem Tag an dem ich den Schein ausfüllen lassen habe. Der Arzt hatte den 15.10. für die voraussichtliche Dauer eingetragen, und wenn ich jetzt nicht angerufen hätte und per Zufall aufgeklärt
worden wäre, hätte ich bis dahin kein Geld bekommen.


Ich muß also immer mal wieder einen neuen Schein ausfüllen lassen, damit ich Geld bekomme. Wenn man es weiß.... ...aber bis man es weiß! Man bekommt den Schein miit dem Hinweis dass man ihn
ausfüllen lassen muss. Aber ohne Erklärung.


Auf meiner Lohnabrechnung die mir zur Zeit per Post zugeschickt wird fehlten mir plötzlich diverse Freischichten, die wir als Ausgleich für die 35-Stunden-Woche bekommen (Als Schichtarbeiter
können wir ja nicht früher nach Hause gehen). Nach diversen Hin- und Heranrufen stellte sich heraus dass die Lohnbuchhaltung mich schon mal pro forma bis zum Ende des Jahres als krank deklariert
hatte. Und da für Zeiten in denen man krank ist die Freischichten anteilig entfallen waren sie halt weg. Wenn ich wieder anfange zu arbeiten wird das wieder angepasst. Woher soll man so etwas
wissen?


Naja, es soll einem ja nicht langweilig werden......


Aber so langsam kommt mir doch der Verdacht dass ich irgendwann mal froh bin wenn ich wieder arbeite und alles wieder normal läuft.