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Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon

Zahnarzt!!!!!!

28. Juni 2013 , Geschrieben von Cebulon Veröffentlicht in #Alltagserlebnisse

 

Gestern abend, beim Abendessen hatte ich plötzlich ein Stück Zahn im Mund. Wobei ich es erst gar nicht als solches identifizierte. Ich dachte zuerst da wäre irgend etwas in der Wurst gewesen, ein Stück Knochen oder so. Aber dann spürte ich doch bei einer Zungenbewegung dass da irgend etwas nicht stimmt. Das hatte mit gerade noch gefehlt!

 

Schmerzen hatte ich allerdings keine! Trotzdem erkundigte ich mich schon mal nach den Möglichkeiten zur Behandlung. Man empfahl mir einen Zahnarzt in der Nähe, und außerdem ihn doch möglichst schnell aufzusuchen. Das Wochenende steht ja vor der Tür, und der Weg zum Notfallzahnarzt ist doch sehr weit.

 

Also rief ich gleich bei Praxisbeginn (8.00 Uhr) an, und durfte dann um 9.15 Uhr vorbeikommen. Ich war allerdings schon um 9.00 Uhr da und durfte auch gleich in einem Behandlungsstuhl Platz nehmen. Na das geht ja flott dachte ich, und dann wartet ich! Endlich war es dann soweit, der Doktor kam, sah und forderte ein Röntgenbild an.

 

Das wurde gleich von der Assistentin angefertigt, ich durfte auf den Stuhl zurück und wartete. Der Doktor kam irgendwann, schaute auf das Röntgenbild und bekundetete das er damit nichts anfangen kann. Ich wurde in einen anderen Raum, an ein anderes Röntgengerät geführt, wo eine Art Panoramaaufnahme von der linken Hälfte meines Gebisses angefertigt wurde. Danach durfte ich wieder in den Stuhl zurück und wartete.

 

Als jetzt der Doktor kam war er mit dem Bild zufrieden. Ich durfte aufstehen und bekam von ihm alle meine Gebiss-Probleme erläutert. Anschließend durfte ich mich wieder setzen, bekam eine Spritze mit mehreren Einstichen in den Mund und wartete. Normalerweise lasse ich mir keine Spritze geben, aber da ich ja noch relativ frische Wunden habe, und auch nicht genau wußte was auf mich zukam war es mir doch lieber.

 

Als nun der Doktor kam ging es los. Die abgebrochene Stelle wurde Kariesfrei gebohrt, danach der Mund mit Watteröllchen ausgepolstert, und die Schablone für die Füllung aufgesetzt. Während der Arzt die Füllung einfüllte hörte ich wie er seiner Assistentin mitteile das sie die Mischung härter machen müsse. Meine war also zu weich.

 

Normalerweise kenne ich es so dass die Füllung eingefüllt wird, die Schablone entfernt wird und die Füllung gleich noch etwas zurecht geschliffen wird. Hier teilte man mir mit dass die Füllung noch härten müsse. Mit Schablone und Watteröllchen im Mund wartet ich, Und wartete.... ....und wartete...

 

Inzwischen bekam ich aber Probleme. Auf Grund meiner OP muss ich öfters mal meine Blase entleeren. Und dieser Zeitpunkt näherte sich mit Macht. Eigentlich wollte ich ja fragen ob ich mal zwischendurch mal könne, aber es dauerte und dauerte, und niemand kam. Also ergriff ich die Initiative. Mit Schablone und Watteröllchen im Mund eilte ich aus dem Behandlungszimmer, sah mich um, fand das rettende Schild WC, und konnte mich da aus meiner unbehaglichen Situation retten.

 

Danach nahm ich wieder meine Position im Behandlungsstuhl ein, niemand hatte mich vermisst, und wartete weiter. Endlich kam der Doktor wieder, befreite mich von Schablone und Watteröllchen, putze noch ein wenig am Zahn herum, verabschiedet sich von mir und ich war entlassen. Das Polieren und abschleifen evtl. noch vorhandener störender Unebenheiten soll ich dann nach der Reha von meiner heimatlichen Zahnärztin ausführen lassen.

 

Den Mund auszuspülen kommt offenbar hier nicht vor. Weder nach dem Bohren noch am Ende der Behandlung. Der Becher stand die ganze Zeit umgedreht unter der Zapfstelle. Den Müll im Mund wurde ich erst in der Reha-Klinik los. Um 9.00 Uhr hatte die Behandlung begonnen um ca. 11.30 Uhr war sie beendet. Meine Frau saß die ganze Zeit im Wartezimmer, und je länger es dauerte desto mehr sorgte sie sich um mich, und malte sich die schlimmsten Dinge aus die man da evtl. mit mir anstellte.

 

Genau zu der Zeit wo das Mittagessen serviert wird kamen wir nun in der Klinik an. Und ich darf zweieinhalb Stunden lang nichts essen. Erst um 2.00 Uhr also, wenn es eigentlich längst nichts mehr gibt! Aber meine liebe Gemahlin hat mit den Servierdamen gesprochen, und ich darf nun um 2.00 Uhr an der Hintertür der Küche anklopfen. Da wird mir mein Essen dann in der Mikrowelle aufgewärmt, und so geht der Hungertod gerade noch mal so an mir vorbei. Auf alle Fälle werde ich aber erst mal noch auf der anderen Seite kauen, denn so richtig viel Zutrauen habe ich zu der Füllung nicht.

 

Insgesamt ein Erlebnis das ich nicht gebraucht hätte. Trotz allem bin ich natürlich froh das mein Zahn geflickt ist. Aber trotzdem werde ich meiner Zahnärztin bei meinem nächsten Besuch einen grossen Blumenstrauss mitbringen. Ich, bzw. wir, nämlich die ganze Familie, waren ja schon immer sehr zufrieden mit ihr. Aber nach diesem Erlebnis werde ich mich dafür einsetzen dass sie in den dentalen Adelsstand erhoben wird! ;-)

 

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Susanne Bachmeier 03/02/2016 12:55

Mir ist es einmal ähnlich gegangen wie Dir, beim Essen hat es aufeinmal knack gemacht und mein Zahn war durchgebrochen. Das Schlimmste ist, wenn man bis zum nächsten Tag warten muss, bis man zur Behandlung kann. Mir sollte der Zahn dann gezogen werden, er brach aber immer weiter in kleine Stücke, weshalb der Zahnarzt aufgab und mich persönlich in die nächste Zahnklinik gefahren hat. Dort wurde ein Schnitt gesetzt und mir die einzelnen Stücke herausoperiert.

Katharina vom Tanneneck 07/08/2013 21:07


Das ist verständlich! Zu Hause hat man alles, was braucht. Man kann leben wie man will und muß sich nicht in einem Zimmer aufhalten. Man hat einfach viel mehr Freiheit!


Ich wünsche Euch eine gute Heimreise und auch sonst alles Gute!


Liebe Grüße, Katharina

Cebulon 07/12/2013 07:11



Danke sehr! Und ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu! Inzwischen sind wir zu Hause angelangt und haben die erste Nacht im eigenen Bett verbracht. Ich bin zwar auch wieder ziemlich früh wach,
habe aber wesentlich besser geschlafen.


Wenn ich nicht gleich zum Arzt müsste hätte ich vielleicht noch mal versucht wieder einzuschlafen. Aber so kann ich gemütlich frühstücken, mich vorbereiten und nebenbei auch noch ein bisschen
schreiben.



Katharina vom Tanneneck 07/08/2013 00:17


Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr so schnell wie möglich wieder nach Hause wollt. Daheim ist es wirklich am schönsten!


Ich kann nicht gut schlafen wenn alles dunkel ist. Ich brauche einen kleinen Lichteinfall und wenn ich mal aufwache, freue ich mich dass es hell ist. Ich drehe mich dann um und schlafe weiter.
Die letzen Wochen wurde es ja überhaupt nicht richtig dunkel bei uns und ich genieße das.


Eine Verlängerungswoche hätte Dir aber bestimmt gut getan. Du bist doch sicher noch nicht in der Lage zu arbeiten. Das dauert sicher noch eine ganze Zeit. Gehe bloß nicht zu früh auf die Arbeit,
kuriere Dich erst richtig aus. Es ist DEINE Gesundheit! 


Falls ich nichts mehr von Euch höre, dann wünsche ich Euch eine gute Heimfahrt. Ich verstehe, dass Ihr nach Hause wollt. 


Liebe Grüße, Katharina

Cebulon 07/08/2013 19:18



Danke sehr,


 


ja wir wollen unbedingt nach Hause! Eine Verlängerungswoche würde uns nur unnötig belasten. Es wird Zeit das ich mich mal in Ruhe um meine Gesundheit kümmern kann, hier ist es zu hektisch dazu.


Ich habe gelernt was ich hier lernen konnte und kann es nun zu Hause anwenden. Mal wieder richtig zu schlafen wird mich sicher schon weiter bringen, der Schlafmangel staut sich immer weiter auf,
irgend wann geht es nicht mehr.


Meine Blase ist zur Zeit etwas unzuverlässig, da muss ich etwas trainieren. Leider klappt das hier auch nicht so richtig weil man nicht die Ruhe dazu bekommt.


Du siehst, es ist im Sinne meiner Gesundheit höchste Zeit wieder nach Hause zu kommen. Zu früh zur Arbeit gehen werde ich bestimmt nicht, ich hoffe nur das ich nicht darum kämpfen muss. Mein
Arbeitgeber hat mir schon einen Termin mitgeteilt an dem meine Wieder-Eingliederung geplant werden soll. Schauen wir mal.


Einen Spalt Licht lassen wir uns übrigens auch, das Rollo ein wenig hoch, oder wenigstens die Ritzen offen. Das kommt gut hin. Aber wenn man wie hier um ca. 4.30 Uhr aufwacht weil es schon
richtig hell im Zimmer ist kann das schon ziemlich stressig sein. Besonders wenn man sowieso wegen der OP-Folgen alle 1 - 2 Stunden wach wird.



Katharina vom Tanneneck 07/06/2013 23:10


Hallo Hans, hallo Dorothee,


Ihr seid wirklich sehr nett und ich danke für die schnelle Rückmeldung. 


So eine Reha kann ganz schön anstrengend sein, das wußte ich bereits. Allerdings ist es auch gut, so könnt Ihr wenigstens auch gut schlafen. Das ist doch schon viel, nach all den schlaflosen
Nächten, die Ihr sicherlich hattet.


Ihr klingt beide recht positiv und das beruhigt mich. Wenn wir uns auch nicht persönlich kennen, so muß ich doch oft an Euch denken.


Dann wünsche ich Euch einen schönen Sonntag und weiterhin viel Erfolg. Lasst es Euch gut gehen!


Liebe Grüße, Katharina 

Cebulonn 07/07/2013 20:45



Danke! Ja, gut gehen lassen wir es uns, trotz allen "Pflichten". So richtig gut schlafen geht aber nicht, weil wir z. B. das Zimmer kaum verdunkeln können, und sobald es hell wird werden wir auch
wach. Ich hab dazu noch das Problem das ich Nachts mehrmals naßgeschwitzt aufwache und die Kleidung wechseln muss. Irgendwann ist das Bett auch nass und ich mag mich nicht mehr hineinlegen. Dann
mache ich mir den Laptop an und warte dass der Tag beginnt. Die Ärzte hier können mir da leider nicht helfen.


Aber auch davon lasse ich mich nicht unterkriegen, bald sind wir zu Hause, können im eigenen Bett im verdunkeltem Zimmer schlafe und uns mit unseren Problemen an engagiertere Ärzte wenden.


Hier ist es etwas schwierig mit Problemen die ausserhalb des 08/15-Ablaufs sind. Deshalb habe ich auch eine Verlängerungswoche abgelehnt. Zu Hause sehe ich bessere Chancen die verbliebenen
Restprobleme anzugehen.


Drei Tage noch, dann ist es so weit! Wir freuen uns beide schon darauf!



Dorothee 07/06/2013 08:56


Hallo Katharina


Uns geht es gut, Hans ist nur immer ziemlich müde. Er hat aber vor jetzt am Wochenende mal wieder etwas zu schreiben. Aber erst muß er noch ein bißchen was tun.


LG, Dorothee