Blütenpracht, die fröhlich macht.
Als ich heute Mittag aufwachte, und das Fenster öffnete um frische Luft und Licht ins Zimmer zu lassen, war davon reichlich vorhanden. Die liebe Sonne lachte mir freundlich ins verschlafene Gesicht. Ein Tag mit viel Potential also. Wie sollte ich den verwenden?
Ein Engelchen saß auf meiner rechten Schulter und hob mahnend den Zeigefinger: "Schau dich mal im Garten um", sagte es, "da gibt es so einiges zu tun!" Von links flüsterte mir ein Teufelchen ins Ohr: "Viel zu schade zum Arbeiten, dieser Tag! Geh spazieren! Geh fotografieren!"
Oh je, was für ein Dilemma! Letztendlich siegte aber natürlich das Engelchen, und so fand ich mich dann nach einem mittäglichem Frühstück im Garten wieder. Der Stumpf des im Winter umgefallenem Apfelbaums sollte nun doch weg, also: In die Hände gespuckt und losgelegt.
Das Teufelchen hatte sich mit seiner Niederlage allerdings nicht abgefunden, und so stellte ich während der Arbeit fest, das mich irgendwie eine meiner Kameras in den Garten begleitet hatte. Und das kleine Teufelchen wieselte ständig um mich herum, klopfte mir auf die Schulter oder zerrte mich am Hemd:
"Schau doch mal diesen Baum, sieht er nicht gut aus vor dem blauen HImmel?" - "Booooh, guck mal, diese Blüten!" - "Die Rehe sind auf der Wiese!"
Ständig lenkte es mich von der Arbeit ab, drückte mir die Kamera in die Hand, und ließ mich nur ungern wieder an die Arbeit zurück.
Fast ein Wunder also, dass ich den Stumpf dann abends doch ausgegraben, und sogar dass Loch schon wieder befüllt und die Wiese aufgeräumt hatte.
Und nun sitze ich also, mit dem Teufelchen auf der Schulter, vor dem Laptop und schaue, was sich so im Lauf des Tages auf der Speicherkarte der Kamera eingefunden hat. Das Engelchen sitzt auf der Lehne der Couch, tut beleidigt und so als hätte es mit uns nicht zu tun. Aber ich habe es schon ein paar mal dabei erwischt wie es heimlich auf den Bildschirm schielt! ;-)
Grüne Wiesen, blauer Himmel mit kleinen Wölkchen und Blüten, Blüten, Blüten! Frühling, wie bist du schön!
So wie woanders die Kühe auf der Weide grasen, sind es bei und die Rehe. Leider kann man sie nicht melken da sie doch noch etwas scheu sind und flüchten, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Die tief stehende Sonne erinnerte mich schließlich daran, dass ich noch eine Nachtschicht vor der Brust habe. Hunger und Durst hatte ich auch, ein wenig in den Laptop schauen wollte ich auch noch, und so begab ich mich ins Haus.
Eine Nachtschicht also noch, und dann... ...eine Woche Urlaub. Ich freu mich drauf! :-)