Mini-Ausflug mit Spiegelreflex-Kamera
Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern an dem wir vom Arzt die schlechte Nachricht erhielten. Ein langer und schwerer Weg lag nun vor uns. Ja, vor uns, denn meine Frau hat mich bei jedem Schritt begleitet. Die Zeit bis zur OP, die OP mit nachfolgendem Krankenhausaufenthalt, die Zeit bis zur Reha und schließlich die Reha selbst! Unendlich erschien uns die vor uns liegende Zeit an diesem Tag.
Und nun haben wir es geschafft. Wir sind, nach der Reha, wieder zu Hause. Meine Frau hat sich wieder in ihren normalen Alltag eingefunden. Dazu kommt natürlich noch die Pflege eines Rekonvaleszenten, der sich aber Mühe gibt möglichst pflegeleicht zu sein.
Allerdings darf dieser Rekonvaleszent, nämlich ich, sich noch nicht belasten, so muß er traurig zusehen wie sein Frau schwere Einkaufstaschen in die Wohnung schleppt und eben alles übernimmt was der Rekonvalescent sonst immer übernommen hat.
Viel kann ich nicht tun. Immerhin bei der Küchenarbeit helfen, und die leichteren Teile tragen. Schrift- und Telefonverkehr usw. geht auch. So ganz unnütz bin ich also nicht. Aber trotzdem habe ich noch viel freie Zeit. Freie Zeit heisß bei mir eigentlich Kamera einpacken uns ab in die Natur. Leider geht das aber auch nicht so wie ich es gerne hätte. Sehr wiet komme ich noch nicht, und soll ich auch noch nicht.
So treibe ich mich halt ein wenig in der Nähe herum. Meine digitale Spiegelreflexkamera hatte ich nicht mit zur Reha genommen, die wäre mir mit allem drum und dran zu aufwändig gewesen. Aber jetzt habe ich sie ja wieder, und kann sie zu meinen Mini-Ausflügen mithehmen. Natürlich muss man sich da schon sehr genau umschauen um in dieser so oft begangenen Gegend noch lohneden Motive zu finden. Aber mit ein wenig Glück und fotografischem Auge......
Sieht doch ganz lecker aus, oder! Ausserdem seeeeehr gesund!
Einfach nur ein Baumstumpf! Davor wächst ein Baumschössling. Die Position beim Fotografieren habe ich so gewählt dass eine möglichst schöne Gesamtkomposition entsteht.
Als ich los ging hatte ich nur meine Kamera mit aufgestecktem Normalobjektiv mit. Die Tasche mit dem Zubehör und den anderen Objektiven war mir zu schwer. Und da saß dann natürlich, viel zu weit weg fürs Normalobjektiv dieser Raubvogel auf einem Baum. Ich war schon sauer, aber netter Weise hat der Vogel dann gewartet bis ich noch mal zurückgegengen war und das Teleobjektiv geholt hatte. Dann gelang mir aber auch nur dieses eine gute Bild, dann hatte der Vogel mich mit seinen extra scharfen Augen entdeckt und machte sich davon.
Blümchen findet man natürlich auch, ob ordentlich in den Gärten, oder unordentlich in der Natur.
So wie diese Distel zum Beispiel. Und wenn man auch mal in den Wald hineinschaut findet man vielleicht auch mal so ein Spiel von Licht und Schatten:
Das sich auch ganz besonders gut zum Abschluss eines Artikels eignet! ;-)





