Eisige Zeiten
In letzter Zeit hat mich meine Arbeit mal wieder ganz schön mitgenommen, privat war auch das eine oder andere los, und das bißchen freie Zeit das ich mir freischaufeln konnte habe ich zum Ausruhen benutzt. Das Chaos in meinem Kopf bin ich dabei aber nicht losgeworden, und so konnte ich mich nicht so wirklich aufs Bloggen konzentrieren. Das es dieses Mal wirklich schlimm war konnte ich daran sehen das ich mich noch nicht mal wirklich aufs Lesen konzen- trieren konnte, vom Schreiben ganz zu schweigen.
Zum Schluß hatte ich mir auch noch einen grippalen Infekt eingefangen. Da aber schon zwei Kollegen fehlten, und bei meinem Ausfall nur noch einer übrig geblieben wäre, habe ich mich heldenhaft durchgeschleppt. Nachtschicht bei -12°C, so dick angezogen, dass man sich kaum bewegen kann und da wir nur zu zweit waren natürlich Dauerstreß. Wegen der Erkrankung abwechselnd frieren und schwitzen, Schwindelanfälle, Kopfschmerzen usw.! Wer sagt denn das es in Deutschland keine Abenteuer mehr gibt? Wer keine hat der macht sich eben welche.
Wie schon gesagt. Ich bin ein Held! Und für den Fall das jemand nicht weiß was Helden sind: Das sind Idioten die Dinge machen die gescheite Leute vernünftiger Weise unterlassen. ;-)
Am Ende der Woche habe ich mich allerdings schon wieder ganz gut gefühlt. Und so war ich schon ziemlich verblüfft als mich gestern vormittag eine Magen/Darm-Problem überraschte. Gerade fühlte ich mich noch wohl, dann spürte ich ein Kneifen im Bauchbereich und ab da ging es bergab. Nun bin ich erst mal für eine Woche krank geschrieben, und nachdem ich mich einmal gründlich ausgeschlafen habe und die Medikamente langsam anschlagen geht es mir wieder etwas besser.
Dabei hatte ich mich am Sonntag noch zu einem Spaziergang aufgerafft. Die richtige Power hatte ich zwar nicht, aber ich wollte eben mal wieder raus aus allem und frische Luft schnup- pern. Viel zu fotografieren gab es nicht, aber es war doch schön mal wieder auf den Auslöser zu drücken. Bei der Beschäftigung mit mit den Kameraeinstellungen vergißt man den Alltags- kram und das tut gut. Das dabei nicht unbedingt Sensationsfotos herauskommen ist nicht so schlimm.
Es liegt noch nicht mal Schnee bei uns, so dass die einzigen Sensationen vereiste Bäche und Tümpel sind.
Naja, wie gesagt nicht die Sensationsfotos. Aber mir haben sie geholfen. Nach dem Spazier- gang war ich zwar ziemlich geschafft, aber wesentlich ruhiger und aufgeräumter als vorher. Und jetzt habe ich erst mal ein bißchen Zeit um zu mir zu kommen. Da muß ich ja dem bösen Virus der sich in meinen Darm geschlichen hat fast dankbar sein, und hab schon fast wieder ein schlechtes Gewissen wenn ich ihn mit Medikamentenhilfe hinaus werfe! ;-)