Schwer verdächtig...
...war ich mal wieder als ich mit meiner Kamera unterwegs war. Von einem Weg aus, der zwi- schen einem Bauernhof und dazugehörigen Pferdekoppeln hindurch führte, fotografierte ich bunte Hochhäuser. Der Besitzer des Hofes sah das, sprach mich an, und fragte was ich da fotografieren würde. Als ich ihm sagte das es um die bunten Häuser ging war er zufrieden.
Also bitte die Pferde und die dazu gehörige Koppel übersehen, die gehören nämlich ihm. ;-)
Eigentlich achte ich ja schon sehr darauf das ich nichts privates fotografiere. Es gibt manches schöne in Gärten, Vorgarten usw. das sich als Motiv lohnen würde. Aber da verkneife ich mir den Klick auf den Auslöser lieber. Trotzdem werde ich schon mal schief angeschaut und eben auch angesprochen.
Offenbar sehe ich einfach zu professionell aus. Meine Finepix S8100 ist zwar keine Spiegel- reflexkamera, aber sie ist schwarz und wegen des eingebauten 18fach-Zoomobjektivs deutlich größer als eine normale "Knipsschachtel". Wenn ich los ziehe habe ich die schußbereit um den Hals hängen. Die dazugehörige Kameratsche hängt an meiner Seite und dazu trage ich eine meiner anderen Kameras in einer Tasche am Gürtel. All das macht mich anscheinend "schwer verdächtig"!
Vor einiger Zeit traf ich auf einem meiner Spaziergänge den Zuständigen für die Jugendarbeit in unserer Kirchengemeinde. Auch ihn überzeugte wohl ein Blick auf meine Kamera davon das ich ein Profi sei, und so bat er mich einige Bilder für die Gemeindehomepage zu fotografieren. Den Gefallen wollte ich ihm tun, aber als ich dann beim weiteren Spaziergang Häuser, Gebäu- de usw. fotografierte erregte ich schon bald Aufsehen. Ich wurde zumindest ziemlich skeptisch angeschaut, und aus einem sehr schön restaurierten Fachwerkhaus, das ich fotografierte, kam die Besitzerin heraus und stellte mich zur Rede. Zwar konnte ich sie von meinen guten Absich- ten überzeugen, aber irgendwie wurde mir die Aufregung die ich erzeugte doch zu viel, und so beschloss ich mich doch wieder "öffentlicheren" Motiven zuzuwenden.
Ein ehemaliger Steinbruch liegt einsam im Wald, und ich hoffe das bei jemandem der mich beim Fotografieren beobachtet nicht der Verdacht aufkommt das ich einen Steinraub vorbereite.
An unserem Regenrückhaltebecken hat das Wetter einem Baum übel mitgespielt. Vor längerer Zeit wurde er vom Blitz getroffen und entlaubt. Beim letzten Umwetter wurde er nun vom Sturm in den umzäunten Bereich geworfen.
Unsere gute alte Kirche gehört uns allen, ist also ein öffentliches Gebäude, und da wird hof- fentlich niemand etwas zu meckern haben wenn ich sie mal wieder fotografiere.
Das selbe gilt hoffentlich auch für unser altes Gemeindehaus. Zwar ist es nicht mehr "im Dienst" und wird als Wohnhaus genutzt, aber es gehört meiner Ansicht nach trotzdem zum "Kulturerbe" unserer Gemeinde.
Eigentlich ein sehr schönes Gebäude, egal von welcher Seite man es betrachtet und fotogra- fiert. Allerdings verschandeln die Zeichen der Zeit das zweite Bild schon etwas stark. Da muß der Cebulon schon mal schauen wo er seinen Zauberstab hingeräumt hat und ihn nach erfolgreicher Suche zur Anwendung bringen.
So sieht es doch viel schöner aus, oder?
Das Wetter war heute, seit langer Zeit mal wieder, durchgängig schön. Den Regenschirm, den ich vorsichtshalber mitgenommen hatte, hätte ich mir sparen können. Hoffentlich bleibt es jetzt mal ein Weile so!
Morgen beginnt für mich mal wieder eine Woche Frühschicht. 7 Tage lang um 4.00 früh aufste- hen. Dabei ist meine Devise doch: Morgenstund hat Blei im Mund! Aber irgendwie wird auch diese Woche vorübergehen, machen wir das beste draus! ;-)