Tagestour nach Heidelberg
Vor zwei Jahren waren wir schon einmal in Heidelberg. Meine Frau wollte aber gerne noch einmal hin, und so standen wir also gestern morgen auf dem Heppenheimer Bahnhof um von hier unsere Tagestour zu beginnen. Beim letzten mal sind wir mit dem Auto gefahren, aber das war ein wenig stressig. Deshalb wollten wir uns nun dem Schienenverkehr anvertrauen.
Wobei das auch nicht gerade unstressig war. Die letzte Reise mit der Bahn lag schon ewig lange zurück und inzwischen gibt es keine freundlichen Schalterbeamten mehr, sondern man muß sich duch das Menü eines Fahrkartenautomaten kämpfen. Wenn man sich auskennt ist das kein Problem, aber als absoluter Neuling auf diesem Gebiet steht man vor manchem Rätsel.
Mit Hilfe einer freundlichen Profi-Bahnfahrerin, Google und einigen Trainigseinheiten gelang aber doch der Erwerb eines Tickets 24 Plus, mit dem wir 24 Stunden Zeit hatten nach Heidel- berg und zurück zu fahren. Nun mußten wir nur noch den allgemeinen Umgang mit der Bahn erlernen, z. B. das Öffnen der Türen. Das gelang uns ganz gut, indem wir anderen Leuten den Vortritt ließen.
Und dann saßen wir endlich auf bequemen Sitzen, und fuhren unserem Ziel entgegen. Auf dem Heidelberger Hauptbahnhof mussten wir noch mal in die S-Bahn umsteigen um in die Altstadt zu gelangen. Aber da wir nun ja schon halbe Bahn-Profis waren gelang uns auch das und wir standen endlich am Ziel unserer Reise, Am unteren Ende der Fußgängerzone in Heidelberg.
Beim letzen Besuch hatten wir uns das Schloß, das hoch über Heidelberg thront, nur aus der Ferne angesehen.
Das sollte dieses Mal anders werden. Wir machten uns also als erstes auf den Weg zum Schloß, und zwar nicht mit der vorhandenen Zahnradbahn, sondern zu Fuß, über eine steile Kopfsteinpflasterstraße.
Das war schon mal keine geringe Leistung. Aber als wir dann endlich oben waren durften wir pro Person 5 Euro Eintrittsgeld bezahlen.
Dafür gab es dann aber auch einiges zu sehen.
Das die Toilettenanlagen auf den Schlössern und Burgen nicht dem heutigem Standard entsprachen war mir schon klar, aber als ich das folgende Hinweis-Schild las war ich doch etwas verwundert. ;-)
Da hatten wir ja Glück, das wir gerade beide nicht mussten und auf einen Besuch des großen Fasses verzichten konnten. ;-)
Obwohl alleine schon das Schloß sehenswert ist, ist der wahre Renner die Aussicht die man an mehreren Stellen auf Heidelberg und den Neckar hat.
Wir waren begeistert, und mußten uns fast schon mit Gewalt dazu zwingen den Berg wieder hinab zu steigen, da wir ja noch in die Stadt selbst wollten. Die ewig lange Fußgängerzone wartete ja noch auf uns.
Aber zuerst stärkten wir uns mit einer Portion Spagetthi Matriciana, meiner Lieblings-Spaghetti-Zubereitung. So gestärkt begaben wir uns auf die Besichtigungs- und Einkaufstour. Unsere Tochter hatte nämlich einige Mitbringsel-Wünsche, und die galt es nun zu finden.
Wir machten uns also auf den Weg, die Fußgängerzone hinauf. Leider hatte sich aber inzwi- schen das Wetter geändert. Ein kräftiger Regenschauer zwang uns unter den Schirm und in die mitgebrachten Regencapes. Der ließ dann später nach, die Sonne kam wieder hervor, und so konnten wir den Rest der Fußgängerzone und einen teil des Rückweges bei schönstem Sonnenschein bewältigen. Aber dann sahen wir schon wieder dunkle Wolken heranziehen. Wir retteten uns in ein Eiskaffee und tranken jeder einen sündhaft teueren Mini-Cappuccino. Daran hielten wir uns fest, bis das Wetter wieder besser wurde.
Schließlich war es soweit, wir konnten den Rest des Weges bewältigen und noch einiges ein- kaufen. Eigentlich wollten wir noch an den Neckar, aber das unstetige Wetter und der gummi- artige Zustand unserer Beine bewog uns dann doch unsere Tour abzuschließen und die Rückfahrt anzutreten.
WIr sind ja sicher nicht zum letzten Mal in der Gegend, und es wird bestimmt noch weitere Besuche in Heidelberg geben.
Und wer gerne noch mehr Bilder von Heidelberg sehen möchte darf gerne ins Album Heidelberg 2012 schauen. Da sind schon einige Bilder drin, und werden in Zukunft noch einige hinzu kommen.










