Auch in Holzwickede ist Frühling!
Ab heute ist der Frühling offiziell. Laut Kalender ist heute Frühlingsanfang. Allerdings schert der Frühling sich nicht darum was wir Menschen in den Kalender schreiben. Er kommt wann er will! Und wenn er nicht will, kommt er auch mal nicht. Aber dieses Mal wollte er, und zwar schon vor dem angegebenem Termin.
So auch gestern in Holzwickede. Meine Schwiegermutter wohnt da, und wenn wir sie in regelmäßigen Abständen besuchen überlasse ich Frau und Schwiegermutter ihren Plaudereien und begebe mich auf Wanderschaft. Normaler Weise begegnen mir wenig andere Spaziergänger, aber gestern war richtig was los. Alles drängte an die Luft und in die Sonne, Mensch, Tier und Pflanze:
Der Stadpark von Holzwickede ist im letzten Jahr umgestaltet worden, wie ich schon in meinem Beitrag Die renaturierte Emscher beschrieben habe. Von menschlicher Seite ist die Neugestaltung abgeschlossen und nun ist die Natur dran das ihrige zu tun. Noch sieht es ein wenig karg aus, das wird sich aber sicher bald ändern.
Enten und Teichhühner, die Bewohner des Teichs und deiner Umgebung sind jedenfalls froh das sie end- lich wieder ihre Ruhe haben. Mehr oder weniger jedenfalls, denn der Park ist zu manchen Zeiten schon ziemlich belebt. Normaler Weise stören sich Mensch und Tier nicht gegenseitig, und gehen in guter Nach- barschaft ihrer Freizeitbeschäftigung nach. Manchmal finden allerdings, hauptsächlich Kinder, ihren Spaß darin hinter den Enten her zu jagen.
Diese hier geniessen den sonnig warmen Sonnentag in aller Ruhe und Harmonie.
Die Teichhühner sind viel scheuer als ihre plattschnäbeligen Mitbewohner. Während die Enten in "Rudeln" auftreten sind sie eher Einzelgänger.
In den Bäumen vor der Liebfrauenkirche fühlen sich andere Vertreter der Tierwelt wohl.
Die Saatkrähen finden in der freien Natur nicht die gewünschten "Wohnplätze" und so sind sie zu Stadt- bewohnern gewordern. Hauptsächlich vor der Kirche, aber mittlerweile auch in anderen Bäumen bauen sie ihre Nester und ziehen ihren Nachwuchs heran. Dabei machen sie eine Menge Lärm, der schon von weit- her zu hören ist. Fußgänger tun gut daran den Bürgersteig unter den Bäumen zu meiden, denn nicht nur alles Gute kommt von oben.
Saatkrähen stehen unter Naturschutz. Die Tatsache dass sie zu den Singvögeln gehören läßt, angesichts ihres wenig harmonischen Gesangs, an gewisse menschliche Singvögel denken. ;-)
Der Nestbau ist, wie schon erwähnt mit lautem Gezeter verbunden. Die enge Nachbarschaft führt wohl zu diversen Konflikten, und die werden schon mal sowohl verbal wie auch Hand... ..oder eher Flügel- und Schnabelgreiflich ausgetragen.
Mich erinnerten die lebhaften Diskussionen in den Bäumen an die beiden Disku-Tanten die ich in Schwie- germutters Wohnzimmer zurückgelassen hatte. Da ich noch zur Nachtschicht musste, wollten wir auch nicht so lange bleiben und so beendete ich meinen Spaziergang.