Ein neuer Frühling, ein neues Leben!
Gestern hatte ich noch Mittagsschicht, heute morgen Frühschicht. Deshalb dauerte es nach der Arbeit schon eine Weile, bis ich mich so weit erholt hatte, dass ich zu einem kleinen Spaziergang aufbrechen konnte. Die lang vermisste Sonne hatte den Tag vergoldet, aber nun stand sie schon ziemlich tief, und so hatte ich fototechnisch mal wieder mit harten Kontrasten zu kämpfen.
Um mich vor diesem Kampf erst mal zu drücken betätigte ich mich zunächst als Hans Guck-in-die-Luft und lichtete diesen von der Sonne in goldenes Licht getauchten Baum ab.
Dann ging es aber zur Sache! Das erste Lämmchen des Jahres ist da! Dummer Weise hatte es offenbar nicht die Absicht eine Model-Karriere zu starten, und so hatte ich einige Schwierigkeiten in einem Mosaik von hellen Sonnenflecken und langen Schatten, ein quicklebendiges und selten still stehendes Motiv abzulichten.
Als ich ankam war ich erst mal enttäuscht. Ich hatte vermutet und gehofft, das es so langsam Zeit für die ersten Lämmchen sei. Aber zuerst sah ich keins. Dann aber erschien unter dem Bauch eines der Schafe ein Hinterteil mit einem Wackelschwänzchen.
Das war einige Zeit erst mal alles was ich vom neuen Erdenbürger sah. Offenbar ist es ganz schön anstrengend ein neues Leben anzufangen und so mußte es sich erst mal ordentlich stärken.
Dann war es aber endlich soweit. Frisch gestärkt ging es auf Entdeckungsreise.
Warum wohl die Frau Mama immer die Nase in dieses grüne Zeug steckt? Das muß doch gleich mal untersucht werden!
Und wer bist du da, komisches Wesen mit dem schwarzen Dingsbums in der Hand?
Alles in Allem doch ein wenig anstrengend und so ist jetzt erst mal eine kleine Ruhepause angesagt.
Trotz allem was in dieser Welt geschieht, und uns beunruhigt und beängstigt geschehen sie noch, die kleinen Wunder der Natur. So wichtig es auch sein mag informiert zu sein und das aktuelle Tagesgesche- hen zu verfolgen, sollte man darüber diese kleinen Wunder nicht vergessen, und sich die Zeit nehmen mal abzuschalten und sich diesen Dingen zu widmen.
Nicht zuletzt auch um sich neue Motivation zu holen. Katharina und Joachim haben, angesichts der aktuellen Ereignisse in Japan ihre Meinung zur Atomenergie deutlich gemacht. Ich kann mich dem nur anschließen. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel. Wir Menschen haben uns zu Beherrschern der Natur erhoben. Vergessen wir nicht die Verantwortung, die das mit sich bringt.
Zum Schluß noch ein kleines Experiment. Auf Trudis Blog habe ich in einem Kommentar beschrieben wie man mit kleiner Blende Lichter "sternig" machen kann. Es ging da um Sonnensterne. Ich hatte das bisher nur mit normalen Lichtern, wie Straßenlaternen usw. ausprobiert. Mit der Sonne noch nie. Ich muss auch unbedingt noch mal betonen: In die Sonne zu fotografieren kann gefährlich werden, für die Kamera und die Augen des Fotografen!
Ich habe bei diesem Bild auch nicht direkt in die Sonne fotografiert sondern die Sonne durch Bäume gefiltert:
Also: Am besten nicht nach machen, und falls doch mit äußerster Vorsicht und auf eigene Gefahr!
Achja, die Technik noch: Das Bild wurde mit Blende 8 gemacht, die kleinste Blende der Kamera mit der ich das Bild abgelichtet habe. Bei der Blende heißt es ja: Je höher der Wert desto kleiner die Blende. Das kommt daher, dass es eigentlich Kehrwerte sind. Blende 8 ist also 1/8!