Auf der Straße vor dem Haus...
...probier ich grad das Laufen aus. Meine Güte, das dauert bis so eine Verstauchung (oder was immer es auch ist!) mal heilt. Nach der ersten Woche war noch überhaupt kein Fortschritt zu sehen, deshalb hat mir meine Hausärztin einen MRT-Termin besorgt. Was das ist mußte ich erst mal ergoogeln. Es heißt voll ausgeschrieben Magnetresonanztomographie, Man kommt, wie bei der Computertomograpie in eine Röhre und wird darin durch Radiowellen schichtweise durchleuchtet.
Aber so schnell bekommt man da keinen Termin. Am Montag beantragt, war erst am Freitag einer frei. Also hatte ich noch Zeit um mich selbst um mein lädiertes Sprunggelenk zu kümmern. Bisher hatte ich es, auf dem Sofa liegend mit Kühlakkus, feuchten Retterspitzumschlägen und Salbe versucht. Dazu die ver- ordneten, entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamente. Das war, wie gesagt erst mal nicht so wirksam. Also befragte ich nun Herrn Doktor Cebulon und verlegte auf seine Anweisung hin mein Krankenlager tagsüber an die frische Luft, nämlich auf den Hof.
Ein bequemer Stuhl unter dem Sonnenschirm, ein Buch, ein Rätselheft, ein Sudokuheft und eine Schüssel mit eiskaltem Wasser, dazu frische Luft und Sonnenschein sollten es nun richten. Wobei die Schüssel mit dem eiskaltem Wasser die Hauptrolle spielte. Denn in dieser Schüssel verbrachte der lädierte Fuss nun die meiste Zeit des Tages, nur ab und zu durfte er sich auf einem bereit gestellten zweitem Stuhl wieder ein wenig aufwärmen. Und siehe da, die Schwellung ging zurück, und am Tag des MRTs sah der Fuß schon wesentlich besser aus.
Trotzdem, Termin ist Termin, und so ging es am Freitag zum MRT ins Krankenhaus. Wo mir erst beim Ausfüllen eines Formulars auffiel das es Freitag der 13. war. Oje! :-(
Und... ...kaum gedacht wurde mein Name aufgerufen. Aber nicht etwa weil ich schon dran war, sondern weil ich irgendwie gar keinen Termin hatte! Obwohl beim Telefonat aus der Arztpraxis der Termin bestä- tigt wurde, war er im Krankenhaus nicht eingetragen. Großes hin und her, aber da ich den Termin-Zettel mit hatte, den ich in der Arztpraxis bekommen habe, war mein Anliegen glaubhaft und so wurde ich da- zwischen geschoben.
Es dauerte dann auch gar nicht lange, bis ich aufgerufen wurde. Ich mußte mich auf eine Liege vor der MRT-Röhre legen, bekam Ohrenschützer, da das Gerät ein wenig laut ist, einen Schalter zum Hilferufen in die Hand und die Anordnung mich nicht mehr zu bewegen. Dann bewegte sich die Liege, und ich wur- de wie ein Braten in die Röhre geschoben. Allerdings blieb mein Oberkörper draußen, was die Gefahr der Klaustrophobie zu erliegen stark minderte. Und da lag ich dann, gefühlte drei Stunden. Das Gerät gab die unterschiedlichsten Töne von sich, und jedesmal wenn mal wieder Ruhe eintrat und ich glaubte es wäre endlich vorbei, hatte es sich nur ausgeruht und legte wieder neu los.
Aber, wie man weiss: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Und irgendwann wurde auch der Cebu- lonbraten wieder aus der Röhre gezogen. Eine CD mit den aufgenommenen Bildern durfte ich mitnehmen, der Befund wurde im Lauf des Tages an die Hausärztin gefaxt. Da die aber am Freitag Nachmittag sowie- so nicht in der Praxis war, bekam ich die Anordnung mich am Montag, also morgen, zu melden.
Die Schwellung ist, wie gesagt, erfreulich zurück gegangen. Allerdings schmerzt das Gelenk immer noch. Es ist noch ziemlich steif und dementsprechend kann ich noch nicht so richtig gut laufen. Und, was mich im Moment am meisten nervt: Ich weiß nicht ob ich nun wirklich anfangen sollte das Gelenk zu trainieren, oder ob ich damit alles wieder schlimmer mache.
Aber nichtsdestotrotz, für meinen Gemütszustand war es wichtig wieder zu laufen, denn so langsam überkam mich der Koller, und die Gefahr das ich meine Frau beiße wurde immer akuter.
Also, nach dem Motto "Not kennt kein Gebot" ging es hinaus auf die Straße. Falls das falsch war... ...hier petzt doch keiner, oder ?
Das Wetter war allerdings heute launisch. Nachdem es nun ewig lange immer schön war, war gestern ein verregneter Tag und heute wechselte es von einem Extrem ins andere. Aber immerhin gab es eine Regen- pause die lang genug für einen ersten Rekonvaleszenz-Spaziergang war. Der natürlich, wie sollte es an- ders sein, in Begleitung einer meiner Kameras statt fand.
Obwohl es gerade schön war konnte man doch an den Wolken eine gewisse Dramatik ablesen.
Die direkte Umgebung ist natürlich schon ziemlich "ausfotografiert". Deshalb mußte ich mir schon Mühe geben halbwegs interessante Motive zu finden. Nichts besonderes, eher alltägliches, aber wie ich finde doch schönes.
Die Farbe weiß scheint doch in der Natur sehr beliebt zu sein, merke ich gerade, wo ich mir die obigen Bilder noch mal anschaue. Farben gibt es aber auch, zum Beispiel im Garten meiner Mutter.
Letztes Jahr wußte ich noch wie diese Blume heißt. Diese Jahr... ...naja, man wird halt alt! Ist es also eine schöne Unbekannte! ;-)
Die sogar als Knospe recht interessant aussieht.
Fast wie ein kleiner Fußball, nicht wahr?
Tja, ich glaube das reicht für heute erst mal. In den letzten Tagen war mir nicht so nach Schreiben, aber ich hoffe das wird jetzt wieder besser. Vielleicht werde ich ja auch so langsam wieder mobiler und kann mit meinen Kameras wieder weitere Kreise ziehen.