Ein Gedicht (mehr nicht)
Ein Mensch der gern Gedichte schreibt
weil es ihn halt zu so was treibt
braucht Wörter die sich hinten reimen
um daraus ein Gedicht zu leimen.
So reimt er fleißig Tisch auf Fisch,
und ist der Fisch dann auch noch frisch,
kann man ihn gut im Kochtopf kochen
und nagt ihn ab, bis auf die Knochen.
Die wie man weiß, wohl Gräten heißen,
doch um den Reim nicht zu zerreißen
setzt hier das ein, das wer es kennt,
die dichterische Freiheit nennt.
Was heißt das man dem Reim zuliebe
hier Etwas etwas anders schriebe,
halt nicht so wie es wäre Pflicht
und hofft, der Leser merkt es nicht.
Die deutsche Sprache wird gedengelt
und in die rechte Form "gezwängelt".
Der Reim regiert nur das Gedicht
der Duden int'ressiert hier nicht.
Auch schreibt man nicht so wie man spricht,
denn Umgangssprache reimt sich nicht
und so muß man ein bißchen biegen
bis alle Wörter passend liegen.
Wer alles dies perfekt beherscht
der ist ein wahrer "Dichterferscht"
und kann nun ohne sich zu scheuen
das Volk mit Poesie erfreuen.
(Wer hier nach Sinn sucht sucht vergebens
so etwa wie beim Sinn des Lebens
denn der dies schrieb, ganz ungeniert
fühlt sich gerade leicht verwirrt.)
;-) Cebulon