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Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon

Der Weg ist das Ziel

6. Mai 2011 , Geschrieben von Cebulon Veröffentlicht in #Alltagserlebnisse

Diesen Sinnspruch habe ich in einem Kommentar auf Katharinas Blog verwendet. Und prompt hat er mich wieder in tiefste Grübeleinen verstrickt.

 

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So ganz klar ist mir der Sinn nämlich nicht. Ich habe ihn natürlich in einem bestimmten Sinn verwendet, kann aber nicht sagen ob der Spruch auch wirklich so gemeint ist. Was ich meinte ist, dass man nicht nur verbissen und verkrampft auf das Ziel hinschauen und hinarbeiten sollte, sondern nach Möglichkeit auch Freude und Befriedigung aus dem Weg dahin ziehen sollte.

 

Bei Katharina und ihrem Mann geht es um Um- und Neubauten, die sie mit möglichst viel Eigenleistung durchführen wollen. Jeder der so etwas schon mal gemacht, oder in seinem Umfeld erlebt hat, weiß dass man da zwischendurch schon mal "den Koller" bekommen kann. Irgend wann meint man dass man nie fertig wird. Zusätzliche Arbeiten und zusätzliche Kosten erscheinen "aus dem Nichts", Arbeiten die man glaubte in einem Tag erledigen zu können dauern drei Tage oder länger, ungeplante Unterbrechungen halten auf, usw., usw.!  Wer da wirklich nur völlig verkrampft auf das Ziel hinarbeitet, wird wahrschein- lich früher oder später zusammenbrechen und im Krankenhaus, oder sogar in der Nervenheilanstalt lan- den.

 

Um jetzt aber erst mal zurück zum Spruch zu kommen: Gott sei Dank bietet das Internet ja die Möglich- keit sich umfassend mit Informationen zu versorgen, also habe ich mal wieder ein bißchen gegoogelt. Und, o weh, es scheint so, dass jemand der sich diesen Sinnspruch zu eigen macht ein ziemlich frag- würdiges Subjekt ist, jedenfalls wenn man mal hier schaut: Der Weg ist das Ziel

 

In diesem Artikel kommt das jedenfalls so rüber. Allerdings ist das hier wohl eher satirisch gemeint. Ich hab mal auf der Herkunfts-Website ein bißchen gestöbert, die ist echt interessant. Wenn ich diesen Beitrag fertig habe, werde ich mal der Frage nachgehen ob ich ein ultimativer Liebhaber bin. Und Katharina, und allen anderen die es interessiert möchte ich schon mal diesen Artikel über Ärzte ans Herz legen.

 

Naja, genug abgeschweift. Jedenfalls gibt es durchaus viele Menschen die es für die höchste Tugend halten Tag für Tag mit aller Energie auf ihr Ziel, oder sogar ihre Ziele, hin zu arbeiten. Diesen Leuten kann man nur wünschen das für sie nicht irgendwann ein Spruch gilt, der mal in unserer Werkstatt an der Wand hing und der ungefähr so endete:

 

....du kennst die Blumen nicht die duften - du kennst nur arbeiten und schuften - und irgendwann da grinst der Tod - kaputt malocht, du Idiot!

 

Aber, soll man nun wirklich alle Ziel fahren lassen und gemütlich "in den Tag hinein" leben? Natürlich nicht, denke ich mal und bin nun bei einem Thema das mir auch einiges an Bauchschmerzen bereitet, nämlich dem Zeitdruck. Jede Arbeit kann, meiner Ansicht nach, Spaß machen und dem Arbeitenden Bestätigung, Zufriedenheit und Stolz auf seine Leistung bringen.

 

Selbst jemand der den ganzen Tag auf einem Amt immer wieder die gleichen Anträge bearbeitet kann diese Gefühle haben, wenn er am Feierabend auf einen Stapel erledigter Anträge schaut. Aber was ist, wenn er trotz größtem Fleiß an einem Arbeitstag nur 50 Anträge schaffen kann, aber 100 schaffen soll? Welche Gefühle da vorherrschen kann sich wohl jeder denken.

 

Ja, der Zeitdruck ist es, meiner Ansicht nach, der vielen Menschen eine Arbeit die schön und erfüllend sein könnte unerträglich macht. Der heute aber schon ganz selbstverständlich zum Berufsleben dazu gehört. Und der leider (!) vielen Menschen so ins Blut übergegangen ist, dass sie ihn auch auf ihre priva- ten Tätigkeiten anwenden. Einfach eine langwierige Arbeit beginnen, daran arbeiten wenn man Zeit und Lust hat, zwischendurch mal einen oder mehrere Tage Pause machen, und irgendwann mal feststellen "Uuuups, ich bin ja am Ziel!" Kann das noch jemand?

 

Vielleicht die Modellbauer, die Schiffe, Fugzeuge oder Modelleisenbahnanlagen basteln!? Denen es auf das Basteln selbst ankommt, und die fast enttäuscht sind wenn sie fertig sind und nichts mehr an ihrem Werk zu tun finden? Vielleicht Leute die täglich in ihren Gärten herumwerkeln, und eigentlich immer wieder etwas ändern ohne je zu sagen:" Das ist es jetzt und so bleibt es!"?  Für die könnte der Spruch stimmen: Der Weg ist das Ziel!

 

Und vielleicht sollte man sich ein wenig an diesen Leuten orientieren. Man muß schon Ziele haben, ohne geht es nicht. Aber vielleicht sollte man damit umgehen wie ein Modellbauer. Sich Zeit lassen, Spaß an der Verwirklichung selbst haben, Zeitdruck vermeiden, um dann irgendwann mal fest zu stellen das man es geschafft hat. Zumindest im privaten Umfeld, denn ich glaube kaum dass man Arbeitgeber von diesen Theorien überzeugen kann.

 

Ja, das war es erst mal was mir so zum Thema eingefallen ist. Ich werde jetzt noch ein wenig weiter grübeln, habe ja gerade mal die nötige Zeit dazu. Katharina und ihrem Mann, und allen die in einer ähnli- chen Situation stecken, wünsche ich jedenfalls dass sie nicht nur ihre Ziele erreichen, sondern auch an der Verwirklichung Spaß und Freude haben und eine Menge Zufriedenheit und Stolz auf die eigene Leistung daraus ziehen.

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T
<br /> hahaha, der rheinfall darf ruhig weinen, dann hat er wenigstens wieder nen anständigen wasserstand. hihi<br /> die glöckchen läuten nur alle paar stunden mal , da bin ich eh arbeiten.grien, hier hats auch ne kirche und naja die hör ich auch, aber mittlerweile überhör ich sie auch ganz gut, daher ..lasse<br /> läuten... so, nu bin ich gespannt auf alles was noch kommen mag ;-))))<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Wenn`s dich nicht stört, das Bimbam-Mäh<br /> <br /> <br /> ist ja wohl alles voll "okäh"!<br /> <br /> <br /> Ich wünsch dir Glück da auf dem Land<br /> <br /> <br /> und das es läuft so wie geplant. :-)<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> Nee , ziehe in die Schwiizer Mitte sozusagen.<br /> Um mich rum nur Wald, Bauern , naja ggü eine Kirche und Schaaafe.<br /> Ich habe endlich ne Terasse mit Gartenstück und überhaupt ists ne Verbesserung die Wohnung. Ich musste einfach zusagen.Hihi<br /> Aber drei Monate werd ich noch ausharren müssen. ...<br /> Hab nen schönen Tag :-)<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Aber du weißt das in Kirchtürmen Glocken hängen!? ;-)<br /> <br /> <br /> Naja, hört sich aber ganz gut an, könnte auch was für meine alten Tage sein. Dann wünsche ich dir jetzt schon mal viel Spaß in der neuen Wohnung, und das der Rheinfall nicht beleidigt ist wenn er<br /> mitbekommt das du ihn gegen ein paar Schafe eingetauscht hast! ;-)<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> ist mal nichts zum Thema, aber das Schaafalbum ist toll und ich kann Dir bald Konkurrenz machen, da ich bald umzieh und dann Schaafe hinterm Haus habe.Hehe<br /> Lieben Gruss<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Hast du Schafe hinter'm Haus - geht dir nie die Woille aus,<br /> <br /> <br /> Kannst du auf dem Sofa hocken - strickst Pullover oder Socken,<br /> <br /> <br /> oder gleich ein Wollekleid - für die kalte Jahreszeit.<br /> <br /> <br /> Frieren findet nicht meht statt - wenn man so nahe Schafe hat!<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Also: Herzlichen Glückwunsch zur neuen Wohnung! War dir der Rheinfall etwa doch zu laut? Oder hat dir der Schweizer Käse zu viele Löcher und du hast die Schweiz wieder verlassen?<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Boah, das war ja etwas weltbewegendes! Danke für die Verlinkung! Die Ärzte haben mir auch gut gefallen! Ist es nicht tatsächlich so?<br /> <br /> Das Ziel ist der Weg! Bei einem Projekt, das man in ungläubiger Naivität begann, wird der Weg fast wichtiger als das Ziel. Ein steiniger Weg muß überwunden werden und wenn man nicht daran<br /> zerbrechen will, muß man schon auch einmal eine Rast einlegen.<br /> <br /> Anfangs, ging es mir nicht schnell genug. Mittlerweile habe ich eingesehen, es bringt nichts wenn man nur arbeitet und nicht mehr lebt. Es sind so viele Dinge daneben gegangen, dass wir eigentlich<br /> fast schon den Mut verloren haben.<br /> <br /> Trotz allem sind wir stolz darauf, was wir bisher geschafft haben. Wir wollten ja auch viele Aufträge an Firmen vergeben aber wenn es keine gute Firmen gibt, muß man es selbst in die Hand<br /> nehmen!<br /> <br /> Wenn es nicht mehr geht, wird eine Ruhepause eingelegt. Die Arbeit läuft nicht weg, sie ist morgen immer noch da! Vieles macht trotzdem Spaß und manches muß einfach gemacht werden. Ich glaube,<br /> spätestens nächstes Jahr haben wir unser Ziel erreicht. Natürlich nur, wenn wir nicht so oft rasten. Sollte es noch ein Jahr länger dauern, haben wir dazwischen etwas mehr gerastet. Wir merken<br /> auch, das Rasten braucht man immer häufiger, je länger es dauert. Egal, wir machen uns keinen Stress mehr. Unsere Wohnsituation ist fast perfekt. Wir leben auf 200 m² die voll ausgestattet sind.<br /> Trotzdem haben wir immer noch Bau!<br /> <br /> Wir können es uns einteilen, wie wir wollen. Ein Arbeitnehmer ist da schon schlimmer dran. Aber auch für ihn gilt, der Weg ist das Ziel!<br /> <br /> Irgendwann ist man am Ziel angekommen und muß sich neue Ziele suchen! ;-)<br /> <br /> Schönes Wochenende mit viel Sonne und interessanten Motiven! :-)<br /> <br /> <br />
Antworten
C
<br /> <br /> Sonne und interessante Motive? Aber dann solche die zu mir kommen! ;-)<br /> <br /> <br /> Naja, ich bin ja gestern schon auf der Straße vor unserem Haus auf und ab gegangen, so langsam wird es was. Außerdem fährt meine Frau heute nachmittag zu einem Geburtstag, und wenn sie dann nicht<br /> mehr auf mich aufpasst.......... ;-)<br /> <br /> <br /> Ich habe bisher noch kein so großes Projekt durchgezogen, aber doch schon einiges an Haus und Grundstück gemacht was länger dauerte. Das längste war es wohl, als ich das Obergeschoß unseres<br /> Hauses, zwecks Familiengründung umgebaut habe.<br /> <br /> <br /> Da mußte fast alles neu gemacht werden, Fußböden, Wände, Türen, Elektrische- und Wasserleitungen, einen Teil des Flures zum Bad umbauen usw.! Von daher ist mir der Baukoller schon bekannt. Und<br /> bei mir kam, wie bei ähnlichen, kleineren Unternehmen etwas dazu was ich noch gar nicht erwähnt habe: Nämlich der Druck durch andere.<br /> <br /> <br /> Oft bekommt nämlich der Tätige, oder die Tätigen noch Druck von Untätigen. Die selbst eigentlich nichts beisteuern, aber sich z. B. durch die Umbauarbeiten belästigt fühlen, oder es nicht<br /> erwarten können bis sie die Früchte der Arbeit genießen können. Wenn man also irgendwann am Ende ist, beschließt einen Tag Pause zu machen, und von erzürnten und beleidigten Mitmenschen zu hören<br /> bekommt wann man denn endlich fertig werden wolle, wie lange noch der Bauschmutz im Haus ertragen werden soll, usw., usw.!<br /> <br /> <br /> Ich wäre so ein Mensch, der geduldig und gemütlich auf ein Ziel hinarbeiten könnte. Mir würde es auch nichts ausmachen mal ein paar Tage auf einer Baustelle zu wohnen, wenn zum Beispiel ein<br /> Zimmer tapeziert wird, eine Wand gefliest wird, ein Dachfenster eingesetzt wird usw.! Leider gibt es aber meistens ungeduldige Mitmenschen, so dass ich dann solange von Morgens früh bis tief in<br /> die Nacht arbeite bis das Ziel erreicht ist. Wonach ich natürlich dann erst mal längere Zeit erledigt bin. Unter so etwas habt ihr ja wohl nicht zu leiden.<br /> <br /> <br /> Ihr habt ja nun schon so manche Klippe umschifft, und seid nun erfahrene "Seeleute" auf dem Gebiet Um- und Neubauten. Da bin ich mir ziemlich sicher dass ihr irgendwann mal das erhoffte Ufer<br /> erreicht! ;-)<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Der Artikel mit den Ärzten passt schon ziemlich gut, nur ein Punkt ist mir aufgefallen der überarbeitet werden müßte: Durch die Änderungen in der Bezahlung der Ärzte wollen sie nun nicht mehr das<br /> man möglichst oft kommt, sondern am liebsten nur einmal im Quartal, da sie ja für weiter Besuche nicht mehr Geld bekommen. Ich habe schon gelesen das überlegt wird wie man die Patienten davon<br /> abhält öfter zu kommen.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />