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Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon

Elektrikerabenteuer

14. Dezember 2011 , Geschrieben von Cebulon Veröffentlicht in #Alltagserlebnisse

 

Eine halbe Stunde noch bis zum Feierabend. Es sieht gut aus. Alle Arbeiten sind erledigt, wenn jetzt nichts mehr ausfällt war es das für heute. Nur der Kollegen N. ist noch unterwegs zum Ge- rüstbau, aber der müßte auch gleich fertig sein und zurück kommen.

 

Das Gerüst das hier gebaut wird ist nicht etwa eins aus Stangen und Brettern, sondern ein Walzgerüst. Das ist eine Konstruktion aus Gussstahl die 2 übereinanderliegende  Walzen ent- hält, ungefähr so wie hier Link, nur viel größer. Für verschiedene Kundenwünsche gibt es ver- schiedene Walzen, und die müssen den Kundenwünschen entsprechend öfter gewechselt werden. Dazu muß das Oberteil des Gerüstes abgehoben, die Walzen gewechselt, und das Oberteil wieder aufgesetzt werden. Dabei muß einiges geschraubt werden, und die Teile sind alle tonnenschwer.

 

Das machen aber alles die Leute die am Walzgerüst arbeiten. Der Elektriker muß vor dem Ge- rüstbau alles so abschalten und sichern das die Leute gefahrlos arbeiten können. Dann muß er einige Messungen durchführen und schließlich, wenn das Walzgerüst mit neuen Walzen ver- sehen wieder komplett ist, alles wieder einschalten. Außerdem muß er am Ort bleiben, damit er, wenn zum Beispiel der Kran der die tonnenschweren Teile durch die Gegend bewegt ausfällt, oder andere Störungen auftreten, gleich eingreifen kann.

 

Diese Aufgabe hat also der Kollege N., und von der Zeit her die er schon unterwegs ist kann man abschätzen das er nun jeden Moment eintreffen müsste. Aber nicht der Kollege N. kommt, sondern ein Anruf von ihm: "Ich kriege das Gerüst nicht eingeschaltet!"

 

Großalarm für die Elektriker! Jede Minute in der das Gerüst nicht läuft kostet viel Geld. Also schnell auf das Fahrrad und im Eiltempo zum Walzgerüst. In den Unterlagen blättern, Messungen durchführen, und schnell steht fest: Einer der beiden 10.000 Volt Schalter, die die Hochspannung für das Gerüst schalten ist defekt. Feierabend ade! Die Hochspannung wird im Hauptschalthaus abgeschaltet und gesichert. Die Kollegen der Mittagsschicht treffen ein, gemeinsam wird der Schalter von seinen Anschlüssen befreit, losgeschraubt und mit viel Muskeleinsatz aus der Anlage gewuchtet. Inzwischen ist der Ersatzschalter herbei geschafft worden und wird nun in umgekehrter Reihenfolge montiert. Die Hochspannung wird wieder zugeschaltet und endlich kann der neue Schalter ausprobiert werden.

 

Die beiden 10.000V Schalter werden vom Bedienpult der Anlage aus eingeschaltet. Vorher muss aber im Schaltraum die Anlage betriebsbereit gemacht werden. Alle verlassen den Raum in dem der Schalter steht und begeben sich eine Etage höher, wo nun zunächst die Steuerspamnnung und einige Hilfsaggregate eingeschaltet werden müssen. Einige Fehlermeldungen müssen auch noch quittiert werden, die durch das Ausschalten der Hochspannung aufgetreten sind. Eine davon muss allerdings nun doch wieder eine Etage tiefer quittiert werden. Der Kollege N. eilt also hinab um das zu erledigen.

 

Kurz darauf meldet er sich auf dem Handy des Vorarbeiters, und berichtet das er quittiert und den Raum verlassen hat. Der Vorarbeiter ruft am Walzgerüst an: " So, fertig! Schalt ein" Kurze Pause und dann plötzlich von unten: Rrrrrummmmms!

 

Großer Schrecken, blasse Gesichter! Alle schauen sich an. Ist der Schalter explodiert? Was haben wir falsch gemacht? Dann ein Blick auf die Anzeigen. Alles ist doch OK!?

 

Und dann die Erkenntnis: Der Kollege N. hat genau in dem Augenblick als alle gespannt auf die Einschaltung warteten die schwere Stahltür zum Treppenhaus mit "Schmackes" zugeworfen! Na der kriegt was zu hören!

 

Und dann endlich, zwei Stunden später als geplant, der Feierabend und zuhause das reichlich verspätete Mittagsmahl. Viel Power ist nicht mehr übrig, deshalb nur noch ein bißchen Couch- leben, laptoppen, auf den Fernseher schauen, und dann ab ins Bett!

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M
<br /> Solltest dir das mit dem Schriftsteller vielleicht wirklich überlegen, denn du hast einfach eine unheimlich lebendige Art zu schreiben, was ich bei manchen Profi-Schriftstellern vermisse.<br />
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C
<br /> <br /> Leider habe ich diese lebendige Art nur wenn ich gut in Form bin, und das ist eher selten. Vielleicht starte ich ja als Rentner eine zweite Karriere. ;-)<br /> <br /> <br /> <br />
M
<br /> Hallo Cebu,<br /> <br /> <br /> deine erfrischende Art zu schreiben lässt einen deine Erlebnisse regelrecht miterleben. Macht richtig Spaß zu lesen.<br /> <br /> <br /> Grüßle<br /> <br /> <br /> Manu<br />
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C
<br /> <br /> Danke sehr! War ziemlich dramatisch, nicht wahr? ;-)<br /> <br /> <br /> Vielleicht versuche ich als Rentner mal ein großer Schriftsteller zu werden. Ich hoffe du kaufst dann meine Bücher!? ;-)<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> Hallo Cebulon! Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein frohes und gesundes Weihnachtsfest!<br /> <br /> <br /> LG Joachim<br />
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C
<br /> <br /> Danke sehr. Genau das selbe wünschen wir beide, nämlich meine Gemahlin und ich, dir auch.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> Hallo Cebulon! Auf die neuen Abenteuer werden einige gespannt sein. aber es sollte glimpflich ausgehen.<br /> <br /> <br /> LG Joachim<br />
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C
<br /> <br /> Schaun wir mal was alles noch so passiert!<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> Hallo Cebulon! Das geht ja spannend und aufregend in Eurem Werk zu. Mächtige Technik, die Ihr zu beherrschen habt. Alle Achtung. Und dazu noch der unverhoffte Schreck. Danach habt Ihr sicherlich<br /> tief ein- und ausgeatmet.<br /> <br /> <br /> LG und ein schönes, ruhiges Wochenende!<br /> <br /> <br /> Joachim<br />
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C
<br /> <br /> Danke sehr! Mal sehen wie ruhig das Wochenende auf dem Werk wird. Vielleicht gibt es ja anschließend neue Abenteuer zu erzählen! ;-)<br /> <br /> <br /> <br />