Erwischter Kirchen-Fotograf
Die Nachtschicht nimmt mich immer ganz schön mit, so dass ich dann letztendlich blog-unfähig werde. Meine Konzentration läßt mich im Stich, und das Basteln von ganzen Sätzen wird zur Schwerstarbeit. Also beschränke ich mich auf das Lesen, das klappt gerade noch. Wenn ich denn Zeit habe, versuche ich meinen Zustand dadurch zu verbessern das ich mir bei einem Spaziergang den Wind um die Nase wehen lasse und möglichst viel Sauerstoff über die Lunge und den Blutkreislauf ins Gehirn pumpe. Viel hilft das allerdings nicht. Aber immerhin kann ich bei so einem Spaziergang meinem Hobby, dem Fotografieren nachgehen. Und ab und zu erle- be ich dabei auch etwas, das ich dann hier als kleine Anekdote veröffentlichen kann.
So wollte ich beim letzten Spaziergang unsere gute alte Dorfkirche mal wieder fotografieren. Nur ist das ein bisschen schwierig, da man Probleme hat sie ganz aufs Bild zu bekommen. Aus der Nähe will es nicht klappen, und von weiter weg hat man immer Häuser, Bäume oder ande- res mit im Bild.
Aber, wer den Cebulon kennt, weiss sicher dass so etwas für ihn kein all zu grosses Problem ist. Die Kirche wird einfach portionsweise aufgenommen, und diese Portionen am PC zusam- men gebastelt. Ein paar störende Elemente, wie Stromleitungen, Masten usw. werden per Bildbearbeitung entfernt, und schon ist das Bild so wie der Cebu es haben möchte.
Aber nun zu dem kleinen Erlebnis, das ich beim Aufnehmen dieser Bilder hatte:
Wie ich schon schrieb gibt es keine Möglichkeit um so weit zurück zu gehen dass man die Kir- che komplett aufs Bild bekommt. Aber... ...es gibt gegenüber der Kirche eine Einfahrt, die ein ganzes Stück über das zugehörige Grundstück hinweg zu einer Garage führt. Privatgelände also, und das betrete ich eigentlich nicht ungefragt. Ausserdem stand die Garage offen, und es gab einiges zu sehen was darin abgestellt war.
Ich schaute mich um, schaute zum Haus und... ...naja, für einen Augenblick... ...ging zur Gara- ge, drehte mich um, nahm die Kamera vors Gesicht und schaute durch den Sucher um meine Teilbilder aufzunehmen. Zuerst unten herum, dann den oberen Teil der Kirche. Dabei ließ ich mir Zeit, denn die Bilder sollten ja gut werden.
Dann nahm ich die Kamera herunter, und... ...vor mir stand ein Auto, durch dessen Frontschei- be mich eine Dame, Gott sei Dank, anlachte. Uuups, erwischt. Aber Gott sei Dank war die Da- me ja nicht verärgert und erlaubte mir nun ausdrücklich von ihrer Garagenausfahrt aus zu fo- tografieren. Allerdings war ich ja schon fertig, und so trennten wir uns nach einem kurzem Ge- spräch in "beiderseitigem Einvernehmen".
Für meine weiteren Kirchenbilder, musste ich kein Privatgelände mehr betreten, und so klappte alles weitere ohne Komplikationen.
