Overblog Alle Blogs Top-Blogs Basteln & Heimwerken
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon

Irrungen und Wirrungen

3. Mai 2013 , Geschrieben von Cebulon Veröffentlicht in #Alltagserlebnisse

 

Ich hatte ja schon geschrieben dass bei mir in nächster Zeit eine Operation ansteht. Der Arzt hat mich bei der Wahl des Krankenhauses beraten, und ich habe mir aus den beiden besten das naheliegendste ausgesucht. Es liegt zwar mitten in der benachbarten Innenstadt, und die Parksituation habe ich von einigen Krankenbesuchen her in schlechter Erinnerung, aber z. B. mit der U-Bahn ist es sehr leicht zu erreichen.

Die Arzthellferin besorgte mir telefonisch einen Termin für ein Vorgespräch, bei dem erst mal alles weitere besprochen wird, und ich wahrscheinlich auch die weiteren Termine erfahre. Sie schrieb mir den Termin, die Adresse des Krankenhauses und die Nummer des Zimmers in dem das Gespräch stattfinden sollte auf einen Zettel, dazu bekam ich noch einige Untersuchungs- ergebnisse, sowie die Überweisung und war damit erst mal abgefertigt. Vom Krankenhaus selbst bekam ich per Post noch ein paar Fragebögen, die ich vorab ausfüllen sollte, und eine Terminbestätigung.

Das Gespräch soll am 7.5. stattfinden, bis dahin war also noch reichlich Zeit. Um noch einiges einzukaufen, aber auch um per Google einiges über das Krankenhaus, und wie es zu erreichen ist zu erfahren. Auch hatten wir bei unseren Einkäufen schon mal die U-Bahn-Station erforscht von der wir, bzw. dann meine Frau, in Richtung Krankenhaus fahren wollten, uns mit dem Fahr- kartenautomat vertraut gemacht und ausgetüftelt was für eine Fahrkarte wir überhaupt brau- chen. Das kann für Nur-Autofahrer ein grosses Problem sein. Der Bruder meiner Frau, der als Bauzeichner die U-Bahn die wir verwenden wollten mit gebaut hat, konnte uns aber auch mit gutem Rat zur Seite stehen, und so waren wir irgendwann sicher dass wir es schaffen würden das gewünschte Ziel zu erreichen.

 

Den Mai-Feiertag wollten wir nutzen um uns nun mal direkt beim und im Krankenhaus umzuse- hen. Und zwar wollten wir jetzt abererst mal mit dem Auto fahren, denn wir hatten beim Googeln entdeckt dass mittlerweile ein eigenes Parkhaus für das Krankenhaus gebaut wurde. Meine Frau fuhr, denn wenn sie mich später besuchen möchte muss sie das ja alleine können.

Niemand fährt wohl wirklich gerne in Großstädten, wo er/sie sich nicht auskennt, und nicht weiß wo und ob er/sie einen Parkplatz findet. Im dichten Stadtverkehr, umgeben von Ortskundigen die es eilig haben, kann so etwas schon mal zum Abenteuer werden. Aber der Weg zum Park- haus war dann doch ziemlich einfach zu finden.

Mein Frau bog also in die Einfahrt zum Parkhaus ein... ...ohne zu ahnen dass das Abenteuer nun erst begann. Sie zog eine Karte an der Einfahrtschranke und fuhr weiter. Bergauf, immer im Kreis herum und immer höher. Die unteren Etagen waren wohl anderen Zwecken gewidmet, und so ging es in einer freistehenden Spindel mit guter Sicht auf die Umgebung immer höher hinauf.

Mir schwante Übles. Meine Frau hat panische Höhenangst, und ich konnte zusehen wie es um ihre Nase herum immer blasser wurde und die Panik in ihr hoch stieg. Schließlich hielt sie an und konnte nicht mehr weiter. Ich mußte ums Auto herumlaufen um sie aus dem Auto zu ziehen und hinten wieder einzuladen. Den Rest des Weges bis zur ersten Parketage fuhr ich dann. Glücklicher Weise kam während der ganzen Aktion niemand hinter uns her. Wäre kein Feiertag gewesen hätte das sicher ganz anders ausgesehen.

Das Parkhaus fiel also schon mal aus, und so war die U-Bahn wieder erste Wahl. Die hält direkt vor dem Eingang zum Krankenhaus, U-Bahn-typisch allerdings unterirdisch. Wir fuhren also mit der Rolltreppe in den Untergrund, schauten uns an wo die Bahn ankommt und wo man zur Heimfahrt einsteigt.  Dann begaben wir uns direkt ins Krankenhaus um die Station und den Raum zu finden in dem das Gespräch stattfindet. Wir studierten die Wegweiser in der Ein- gangshalle, konnten da allerdings nicht finden was wir suchten. Und so fragten wir an der Information nach.

Leider konnte man uns da aber erst mal auch nicht helfen, denn das was wir suchten gab es in diesem Krankenhaus nicht! Erst als ich genau erklärt was ich vor mir habe, stellte sich heraus dass es am anderen Ende der Stadt eine Filiale des Krankenhauses gibt in dem ich wahr- scheinlich besser aufgehoben wäre.

Wir fuhren also erst mal wieder nach Hause und untersuchten unsere Unterlagen. Und richtig, im Briefkopf der Terminbestätigung stand die Adresse der Filiale. Da hatte ich gar nicht weiter drauf geachtet, denn ich hatte ja schon den Zettel mit der Adresse vom Arzt. Selbst wenn es mir aufgefallen wäre hätte ich vielleicht eher vermutet dass es eine Verwaltungsadresse oder ähnliches wäre.

Alle unsere Bemühungen im Vorfeld waren also "für die Katz"! Aus den paar U-Bahn-Stationen war nun eine Reise mit S-Bahn/U-Bahn mit Umsteigen geworden. Und per Auto entweder mitten durch die Stadt, oder Autobahn um die Stadt herum mit mehrmaligem Wechseln. Das alles hätte ich meiner Frau gerne erspart. Sie möchte mich natürlich am liebsten täglich besuchen, aber ich weiss nun dass das nicht leicht für sie wird. Hoffen wir also dass ich nicht allzulange bleiben muss.

Ziemlich geknickt fuhren wir also, über die Autobahn, zum andern Krankenhaus und sahen uns da auch noch um. Immerhin macht es einen guten Eindruck und ich bin da sicher gut aufgeho- ben. Laut der Dame an der Information kommen Leute aus ganz Deutschland um sich dort ope- rieren zu lassen.

Wir hatten jedenfalls so einen erfüllten 1. Mai, und waren am Abend ziemlich müde. Trotzdem machte meine Frau mir noch ein leckeres Abendessen, aber danach waren wir ziemlich schnell im Bett verschwunden.

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
K
<br /> Das waren ja tatsächlich Irrungen und Wirrungen am 1. Mai. Klar schaut man da vorher mal nach, wo sich alles befindet und welche Parkmöglichkeiten es gibt. Man fühlt sich dann auf jeden Fall<br /> sicherer.<br /> <br /> <br /> Ein Navigationsgerät habt Ihr wohl nicht? Dann wäre Euch nämlich die Fahrt durch die Stadt erspart geblieben. Da gibt man nämlich die Adresse ein und findet dann auch dort hin. Früher war mir das<br /> immer ein Greuel in einer fremden Stadt etwas zu finden. Seit ich mein Navigationsgerät habe, sind alle Probleme verschwunden. Man findet immer sein Ziel auch wenn man mal falsch abbiegt. Ich<br /> kannte mich in Neubrandenburg ja auch nicht aus aber ich fahre da ganz alleine hin und finde mein Ziel, wenn ich die Adresse habe. Sicherheitshalber habe ich es immer dabei und finde dann auch<br /> immer wieder nach Hause. <br /> <br /> <br /> Als mein Mann damals in Heidelberg in der Klinik war, bin ich auch lieber mit der Strassenbahn hingefahren, da es einfacher war. Es ging schneller, da ich um diese Zeit immer Stau war und<br /> natürlich war es auch ein Problem mit der Karte am Automat. Als Autofahrer hat man da keine Ahnung. <br /> <br /> <br /> Als ich das erste Mal von Heidelberg hierher fuhr, bin ich mitten in Berlin gewesen und ich hätte ohne mein Navi wohl niemals mehr da heraus gefunden. Aber so, klappte es ganz gut und ich sparte<br /> mir sogar etliche Kilometer. Natürlich darf man sich nicht irgendein Navigationsgerät kaufen. Da habe ich schon Schauermärchen gehört. Der Tomtom ist aber ein richtig gutes Gerät mit der neuesten<br /> Software. Es ist eine Investition von mittlerweile nur etwa 100 bis 125 Euro.<br /> <br /> <br /> Wie auch immer, schau Du mal zu, dass Du das alles gut hinter Dich bringst und Deine Frau wird auch ganz gut zurecht kommen. Wenn man gefordert wird, steigen die Kräfte! Natürlich hätte sie Dich<br /> lieber bei sich aber da es unumgänglich ist, werdet Ihr die Zeit auch überstehen. Ich wünsche Euch auf jeden Fall alles Gute!<br />
Antworten
C
<br /> <br /> Danke sehr, inzwischen haben wir so viele gute Wünsche gesammelt das es einfach nur gut gehen kann! ;-)<br /> <br /> <br /> Ein Navi haben wir schon, mittlerweile schon das zweite. Beide von Aldi, und sie haben uns schon gute Dienste geleistet. Die Fahrt zum Parkhaus war allerdings wirklich sehr einfach, zwar durch<br /> die Stadt aber immer geradeaus. Und da es Feiertag war, war auch nicht viel los.<br /> <br /> <br /> Im Alltagsverkehr sieht das allerdings etwas anders aus. Wir sind früher öfter mal mit dem Auto in die Nachbar-Stadt gefahren, aber der Verkehr wurde immer dichter und irgendwann war jede Fahrt<br /> mit gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen verbunden. Seitdem fahren wir, wenn wir müssen, nur noch mit der Bahn.<br /> <br /> <br /> Zwischen den Leuten die sich auskennen und täglich in der Stadt herumfahren, kommt man sich schon mal vor als ob man auf der Kirmes mit einem Dreirad zwischen Autoscootern versucht am Leben zu<br /> bleiben. Sie haben meist ein Höllentempo drauf, kreuzen zwischen den Fahrspuren hin und her, drängen sich in kleinste Lücken, schießen vom Seitenrand oder aus Seitenstraßen in den laufenden<br /> Verkehr, dazwischen Baustellen und Baustellenfahrzeuge, städtische Fahrzeuge usw.!<br /> <br /> <br /> Da zu Überleben traut sich meine Frau nicht so wirklich zu, und dabei auch noch einen Parkplatz zu suchen schon gar nicht. Aber wenn es denn dieses Krankenhaus gewesen wäre, und die Einfahrt in<br /> das dazugehörige Krankenhaus nicht so schwindelerregend, hätte sie es doch geschafft. Aber leider ist es halt ganz anders gekommen.<br /> <br /> <br /> Naja, irgendwann ist auch das nur noch Erinnerung und darauf freuen wir uns schon jetzt.<br /> <br /> <br /> Das euch solche schlimmen Erfahrungen in Zukunft erspart bleiben wünschen euch Hans und Gemahlin.<br /> <br /> <br /> <br />