Urlaub!
Eine Woche Urlaub! Na ja, sagen wir mal selbstbestimmte Tätigkeit. Obwohl, selbstbestimmt? Immerhin bin ich ja verheiratet! ;-)
Naja, am Samstag hatte ich ja noch Mittagschicht. Das war zum Abschluss noch mal extra stressig, ich war alleine und hätte mich am besten zerreissen sollen. Jedenfalls war am Sonntag noch nicht viel los mit mir. Lange schlafen, ein wenig im Garten herumlaufen und kleine bis mit- telgrosse Nickerchen auf der Couch, das war es schon.
Montags hieß es gleich wieder früh aufstehen. Meine Frau mußte zu ihrer Mutter, um sie zu ei- ner kleineren ambulanten Operation ins Krankenhaus zu fahren. Für den Fall dass es zu Kom- plikationen kommt, musste sie über Nacht bei ihr bleiben. Ich wollte diese Zeit des Strohwitwer-Daseins nutzen um einiges Holz, dass bei uns am Haus herumliegt, per Kettensäge zu zerklei- nern und wegzuräumen. Das tat ich dann auch. Erst klein sägen, dann mit der Spaltaxt Ofen- gerecht spalten. Eine Arbeit, die man nicht den ganzen Tag lang machen kann, wie ich bald fest stellte! Jedenfalls wohl nicht in meinem Alter! ;-)
Also nutzte ich die Zeit nach dem Mittagessen für eine Motorradtour, die mit einem Besuch bei Frau und Schwiegermuter endete. Das Wetter war schön, und eine Kamera hatte ich auch da- bei. Wenn auch nicht meine DSLR, die wäre dann doch etwas zu sperrig für eine Motorradtour gewesen. Deshalb hattte ich meine zweitbeste unter der Motorradjacke um den Hals hängen und holte sie zwischendurch für einige Aufnahmen hervor.
Zum Beispiel um mal aus einer anderen Perspektive zu unserer Nachbarstadt Dortmund hinü- ber zu fotografieren:
Eine kleine Kirche in einem Dortmunder Vorort:
Abends auf der Heimfahrt war es dann schon etwas zu dunkel zum Fotografieren, auch weil ei- ne dunkele, drohende Wolkenwand mich darauf hinwies dass ich mich lieber beeilen solle.
Am nächsten Tag, als ich nach dem Frühstück unter der Dusche stand kam meine Frau schon zurück. Und so konnte es gleich wieder los gehen. In der nächsten Woche fährt sie nämlich für ein paar Tage mit ihrem Bruder und Lebensgefährtin zu einer Hochzeit im Verwandtenkreis ans südliche Ende von Deutschland. Ihre Kleider für solche festlichen Anlässe sind leider im Laufe der Zeit im Schrank etwas eingelaufen ( ;-) ) und passen nicht mehr so richtig. Also musste et- was Neues her. Und so war der Besuch eines größeren Einkaufszentrums angesagt. Dabei habe ich als Berater, Taschenträger und Herbeischaffer und Wegtrager im Umkleidebereich immer einiges zu tun.
Schon bei der ersten Auswahl die mit in die Umkleidekabine ging war ein sehr schönes langes Kleid dabei. Mit dezent bunten kleinen Blümchen machte es schlank und sah wirklich sehr gut aus. Allerdings war es schulterfrei, und die Frage des "Obenherum" blieb noch offen. Also wur- de das Kleid erst mal dem Träger "aufgebürdet", und die zweite Auswahltour gestartet. Zwei weitere Kleider kamen in den näheren Auswahlbereich und wurden eingesammelt, dann kamen Kostüme ins Blickfeld. Ein Kostüm in schwarz, mit Volants (So heisst das glaube ich!?) gefiel meiner Frau gut. Rock und Jacke konnten grössenmässig kombiniert werden, und so wurden einige Teile eingesammelt und es ging wieder zur Umkleidekabine. Der Wegtrager und Herbei- schaffer musste noch mal tätig werden, aber zum guten Schluß stand die Frau Gemahlin in ihrem Kostüm zufrieden lächelnd vor dem Spiegel.
Der Berater war auch zufrieden, und so war dieser Teil des Einkaufs schon mal abgeschlossen. Eine passende Bluse, wie sie meiner Frau vorschwebte wurde leider nicht gefunden, und da sollte dann erst mal der Inhalt des Kleiderschranks inspiziert werden. Aber ein paar schicke Shirts für den kommenden Urlaub in Heppenheim wurden schon mal mitgenommen.
Mittlerweile war es schon nach Mittag und der Magen knurrte. Und so wurde die "Fressmeile" aufgesucht. Für die die es nicht kennen: Ein überdachter Bereich, in dem in der Mitte Tische und Stühle stehen, und der rings herum von kleinen und mittelgroßen Anbietern von Essbarem umgeben ist. Ich bin nicht so sehr für Fastfood, wie Pommes usw., wenn ich kann esse ich lie- ber etwas anderes. Wobei ich aber auch nicht unbedingt viel Geld ausgeben möchte. Und so stach mir eine Tafel mit einem Tagesgericht ins Auge. Spagetti Marca.... (leider vergessen) mit Speck und Zwiebeln. Das bestellte ich mir. Meine Frau war mehr für Pizza und bestellte eine kleine Calzone.
Ich hatte jedenfalls alles richtig gemacht. Die reichlich vorhandenen Speckwürfel in der Toma- tensosse gaben dem Nudelgericht eine Würze, von der ich noch heute träume. Am liebsten würde ich noch mal hinfahren und das Ganze noch mal essen. Aber da es ja nur ein Tages- gericht war wäre die Fahrt wohl vergebens.
Jedenfalls konnten wir nun gestärkt auf die Suche nach ein paar passenden Schuhen gehen. Hohe Absätze ja, aber nicht zu hoch. Auch die waren ziemlich schnell gefunden. Überhaupt muss ich meine Frau da loben. Es ist keine grosse Strapaze mit ihr zusammen Kleidung zu kaufen, mit meiner Tochter, oder früher mal mit meiner Schwester bin ich da ganz andere Strapazen gewohnt. So war ich noch fit, als wir das Einkaufszentrum verliessen und auf dem Heimweg noch unsere Lieblingsbäckerei ansteuerten, um eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen.


