Autsch!
So ein Job als Instandhalter in einem Stahlwerk, wie meine Kollegen und ich ihn ausführen, ist schon etwas besonderes. Eigentlich kann man ihn mit kaum einem anderen vergleichen, eigentlich noch nicht mal mit sich selbst, denn jeder Tag ist anders und stellt andere und oft auch neue Anforderungen an Körper und Geist. Langweilig oder eintönig ist so ein Job bestimmt nicht.
Aber eins ist er schon auch, nämlich gefährlich. Wer nicht aufpasst kann schon sehr unange- nehm "verunfallen", sogar zu tödlichen Unfällen ist es leider schon gekommen. In der letzten Nacht war es mal wieder soweit, einer meiner Kollegen war einen Moment unachtsam, musste zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden, und fehlt nun erst mal eine Weile.
So ein Unfall ist natürlich eine ernste Sache. Aber auch so eine ernste Sache kann eine heitere Seite haben. Zumindest bei diesem Unfall, so schlimm er auch ist, kann niemand der davon hört das Lachen zurück halten. Denn....
...der Kollege musste auf einer Bahn arbeiten (Technisch: Rollgang) auf der das rotglühende gewalzte Material entlang befördert wird. Da er sehr groß ist, und sich ziemlich tief hätte bücken müssen, machte er es sich bequem, setzte sich auf die Bahn........ ........und verbrannte sich dabei fürchterlich..... .....nun ja, auf kölsch würde man sagen "et Föttche", hier im Ruhrgebiet sagt man "den Hintern" und korrekt heißt es wohl "das Gesäß"!
Wie gesagt, eigentlich ist so ein Unfall gar nicht zum Scherzen, aber ich fürchte das dies einer der Fälle ist, für den das Sprichwort "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen" gemacht worden ist. Der Kollege wird sich wohl, wenn er wieder zur Arbeit kommt, einiges anhören müssen. Ich kann nur hoffen das er, wenn er erst wieder hergestellt ist, selber darüber lachen kann.
Ich selbst kann zwar über vieles Lachen, aber bei einem solchen Unfall vergeht mir, da ich eher ein mitfühlsamer Mensch bin, das Lachen. Außerdem trage ich die Verantwortung für meine Kollegen und habe in einem solchen Fall erst mal anders zu tun als mich zu amüsieren. Aber so im Nachinein, hier zu hause wo mich keiner sieht, erlaube ich mir doch ein kleines Schmunzeln. ;-)
Auf jeden Fall hoffe ich, und wünsche meinem Kollegen, dass er bald wieder auf den Beinen.... ...äääh, Beinen????... ...naja, dass er bald wieder schmerzfrei sitzen kann! ;-)