Die Farbe Rot und die Digitalkamera...
In meinen letzten Beiträgen habe ich ja schon mal über meine Probleme beim Fotografieren von roten Blumen gesprochen. Das ist schon ein bißchen merkwürdig. Manche rote Blumen klappen ja ganz gut, auch wenn die rote Farbe mal woanders vorkommt, rote Autos, mein Motorrad, Rücklichter, Gebäude usw. hatte ich bisher keine Probleme. An bestimmten roten Kleidungsstücken aber auch schon mal.
Irgendwie ist das wohl ein Problem der Digitalkamera-Technik. Bei Beiträgen zum Thema die ich ergoo- gelt habe steht da meist nur das es eben so ist, und die Erklärung zu kompliziert ist um weiter darauf ein zu gehen.
Heute Nacht lag in unserem Pausenraum der Prospekt eines Gartencenters auf dem Tisch. Und siehe da, anscheinend haben selbst die Profis Probleme damit. Blumen in allen Farben, sogar einige rote waren gut und naturgetreu dargestellt. Aber einige rote waren mehr oder weniger nur ein Farbenklecks ohne Konturen.
Wenn man dagegen etwas tun will muß man sich schon richtig Mühe geben. Mein letzter Tipp, mit dem weißen Blatt Papier hilft schon mal ein wenig. Auch wenn man die Belichtungskorrektur der Kamera, sofern man eine hat, ziemlich weit herunterschraubt kann man dem Original schon mal näher kommen. Allerdings ist dann oft alles andere um die Blume herum zu dunkel. Glück haben kann man auch wenn man nicht bei Sonnenschein, sondern bei bewölktem Himmel oder sogar an einem regnerischen Tag fotografiert.
Das ist alles allerdings nur Behelf, denn das Bild ist ja eigentlich gar nicht falsch belichtet. Alles was man um die "matschige" rote Blume herum sieht ja gu aus. Dazu mal ein Bild auf dem ich versucht habe ein paar dunkelrote Rosen zu fotografieren.
Hier sieht man sogar noch ein paar Strukturen in den Rosenblüten, aber dunkelrot sind sie bestimmt nicht. Dabei ist alles was um die Blüten herum ist doch gut und richtig belichtet. Auch auf dem nächsten Bild erkennt man das ganz gut, die offene Blüte hat in etwa die Farbe der noch geschlossenen Blüten. Also auch sie viel zu hell und irgendwie matschig.
Als absolutes Negativ-Beispiel noch das Bild einer dunkelroten Pfingstrose:
Dunkelrot kann man das wohl kaum nennen, oder? Fototechnisch kam ich da nicht wirklich weiter, auch ergoogelte Tipps halfen mir nicht viel.
Also versuchte ich mein Glück mit der Bildbarbeitung. Auf eigene Faust oder mit ergoogelten Tipps. Mit mehr oder weniger Erfolg.
Eine naturgetreue Darstellung habe ich leider immer noch nicht geschafft. Einen gewissen Teilerfolg brachte die Einstellung der Luminanz der einzelnen Farben. Dazu noch einmal das Rosenbild von ganz oben:
In Natura waren die Rosenblüter noch dunkler, und auch die Farbe stimmt nicht so ganz, aber ich finde die Farbe kann sich so schon mal sehen lassen, oder?
Auf dem nächsten Bild habe ich mich mal an einer Pfingstrose versucht. Perfekt finde ich das immer noch nicht, aber es wird schon besser und vielleicht wird es mir ja doch irgendwann richtig gut gelingen.
Wenn ihr also ein Grafikprogramm habt in dem ihr die Luminanz der einzelnen Farben einstellen könnt experimentiert doch auch mal ein bißchen damit herum. Das kommt übrigens nicht nur der Farbe rot entgegen, sondern kann auch die Bilder allgemein verbessern. Deshalb jetzt noch ein paar andere Bilder, mit denen ich experimentiert habe und ganz gut gelunge finde.
Tja, wie man sieht kann man schon ganz gute und originalgetreue Fotos hin bekommen. Die Farbe rot allerdings wird wohl stellenweise ein Problem bleiben. Eins ist aber gewiss: Ich werde nicht aufhören zu kämpfen. So wie Don Quichote bei seinem Kampf gegen die Windmühlen.