Hans macht Dampf
Eigentlich ja mehr die Frau von Hans. Aber der Titel passte so schön! ;-)
Bei einigen Feiern die in Restaurants oder Gaststätten statt fanden, war ich besonders vom Gemüse begeistert dass es da zu warmen Mahlzeiten gab. Es schmeckte so ganz anders und besser als das was wir zu Hause kochen, obwohl das natürlich auch schon gut schmeckt. Auch die Kartoffeln waren besonders lecker.
Irgendwann forschte ich mal nach wie sie dass machen, und das Ergebnis überraschte mich. Es gab keine besonderes Rezept oder besondere Zutaten, es war ganz einfach: Sie dämpfen die Kartoffeln und das Gemüse.
Ich hatte zwar schon gehört das man so etwas machen kann, hatte das aber einfach so als Info hin genommen und nicht weiter darüber nachgedacht. Meiner Frau schmeckte es auch gut, und wir nahmen uns vor dass wir das auch so machen wollen. Leider ist dass da aber immer im Planungsstadium stecken geblieben, irgendwie stellten wir uns das wohl zu kompliziert vor. Wir schauten uns Geräte an, die es zu diesem Zweck zu kaufen gibt, aber wir konnten uns nie dazu entschließen so etwas zu kaufen. Es blieb uns natürlich nicht verborgen dass es auch Dämpf-Einsätze für Kochtöpfe gibt, aber irgendwie schafften wir nie den Start ins "Dampfkochen".
Auf Grund meiner Krankheit habe ich mir nun sehr viele Gedanken über gesundes Leben, ge- sunde Ernährung usw. gemacht, und stieß dabei auch immer wieder auf den Hinweis das es viel gesunder und auch wohlschmeckender ist Gemüse, Kartoffeln usw. zu dämpfen. Und jetzt wollte ich es wissen. Ich schaute was es so zu diesem Zweck zu kaufen gibt und fand einen Topfeinsatz den man auseinander falten kann und der sich jedem Topf anpasst.
Wir probierten es zuerst mit Kartoffeln. Dabei rechneten wir mit zahlreichen Rückschlägen und vermuteten das wir uns erst langsam an die Kochzeiten herantasten müssten. Aber siehe da, schon der erste Versuch brachte ein gutes und vor allem leckeres Ergebnis.
Heute gab es Spargel aus dem Dämpfeinsatz. Spargel ist ja sowie so schon lecker. Aber ge- dämpf......! Die Kartoffeln zum Spargel waren auch gedämpft und ausser ein wenig Butter auf Kartoffeln und Spargel brauchten wir nichts dazu, keine Gewürze.
Anschließend fuhren wir noch zum Einkaufen und brachten noch einen zweiten Einsatz und ein Kilo Spargel mit!
Es war ein ziemliches Gedrängel im Supermarkt und deshalb suchte ich mir mit dem Einkaufs- wagen immer einigermaßen ruhige "Parkplätze" während meine Frau durch die Gänge streifte und zwischendurch immer kurz zum Abladen vorbei kam. Beim Spargel stand ein Angestellter des Geschäfts, und als meine Frau sich Spargel nehmen wollte sprach er sie an. Von weitem konnte ich sehen wie er sich mit meiner Frau unterhielt und die dann ohne Spargel zurück kam. Nanu, dachte ich, Spargel kaufen verboten?
Aber nein, der Angestellte hatte ihr nur einen Tipp gegeben. Der Preis sollte in nächster Zeit reduziert werden, und so kauften wir zuerst weiter ein und kamen später noch mal zum Spargel zurück. Statt 9,90 Euro zahlten wir für unser Kilo Spargel nur noch 3,99 Euro. Das war schon ein Unterschied, fand ich.
Morgen gibt es nun Sauerbraten mit gedämpften Kartoffeln und gedämpftem Spargel. Ach wäre es doch schon morgen!
So unspektakulär sehen die Einsätze aus wenn sie zusammengeklappt sind:
Drei Füße unter dem Einsatz bestimmen die Höhe des Wassers das zum Dämpfen eingefüllt wird. Wir füllen direkt vor dem Dämpfen Wasser, das wir im elektrischen Wasserkocher schon zum Kochen gebrachte haben, bis fast unter den Boden des Einsatzes ein.
Die Einsätze funktionieren so wie die Blüte einer Blume, die "Blütenblätter" sind beweglich und können komplett zusammengeklappt werden oder beim Auseinanderklappen dem jeweiligen Topf angepasst werden.
Von Vorteil ist auch dass unsere Töpfe gläserne Deckel haben. Man soll ja während des Dämp- fens den Deckel nicht öffnen, da ja sonst der Dampf entweicht. So können wir sehen was im Topf passiert.
Die Garzeiten beim Dämpfen kann man leicht ergoogeln. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht dass sie in etwa den Zeiten beim normalen Kochen im Wasser entsprechen. Meine Frau kocht auf einer Induktionsplatte. Sie läßt das eingefüllte heiße Wasser am Anfang noch mal kurz aufkochen, danach schaltet sie für den weiteren Dämpfvorgang die niedrigste Stufe ein.
Wie gesagt, man soll den Deckel eigentlich nicht öffnen. Aber wenn nach der angedachten Garzeit die Stichprobe mit Messer oder Gabel ergibt das noch ein ein wenig fehlt, macht sie den Deckel noch mal zu und dämpft noch ein paar Minuten nach.



