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Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon

Mobbing oder nicht?

13. Januar 2011 , Geschrieben von Cebulon Veröffentlicht in #Alltagserlebnisse

Berliner sind herzerfrischende Menschen. Wer sich an die "Berliner Schnauze" erst mal gewöhnt hat, möchte sie nicht mehr missen.

 

Mein Kollege C. stammt aus Berlin Marzahn. Alleine der Dialekt ist ja schon Klasse, z. B. wenn er sich mal eine roochen geht. Aber auch seine Schlagfertigkeit und Direktheit sind nicht ganz ohne. So wie heute:

 

Auf der Arbeit wird, natürlich nur spaßhaft, viel geflaxt und gestichelt. Das geht hin und her, mal ist der eine dran dann der andere, aber manchmal konzentriert es sich auch auf eine Person, so wie heute auf Kollege C.! Mehre Kollegen hatte sich auf ihn eingeschossen und bestichelten und beflaxten ihn von allen Seiten.

 

Ein anderer Kollege, der sich das eine Weile angeschaut hatte, fragte: "Wirst du gemobbt, C.?"

 

"Nöööö", sagte der, "hier mobbt keiner, die sind alle nur bekloppt!"

 

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K
<br /> Einverstanden! Mutti schläft allerdings schon. ;-)<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Ich weiß es auch nicht genau, wie es in anderen Ländern ist aber ich denke, Deutschland zockt da richtig ab! Je mehr Du Dir erarbeitest, je mehr Du sparst, umso mehr zocken sie Dich ab. Du kaufst<br /> ein Grundstück, bezahlst Grunderwerbssteuer. Das reicht denen aber nicht! Du mußt für Deinen Besitz auch noch Steuern zahlen, Jahr für Jahr! Wird eine Strasse gabaut oder erneuert, beteiligen sie<br /> Dich an den Kosten! Bauen darfst Du darauf nur, wie es dem Staat gefällt. Dazu mußt Dir aber erst einmal eine Baugenehmigung holen. Dafür zahlst Du wieder und wartest bis einer der Beamten endlich<br /> einmal Deinen Bauftrag genehmigt. Dann brauchst Du noch eine Garage, die Du später beantragst weil Du eben kein Krösus bist und schon wieder wollen sie Geld. Das ist eine endlose Geschichte!<br /> Und weil die deutsceh Regierung unser Geld den Banken und der EU geschenkt haben, müssen wir immer mehr bezahlen. Die Steuereinnahmen steigen jährlich um ein vielfaches, aber die da oben können<br /> einfach nicht wirtschaften. Sie geben Jahr für Jahr mehr aus als sie einnehmen. Sie erhöhen ihre Gehälter, ihre Diäten, kaufen Nobelschlitten, Flugzeuge und vieles mehr. Merkels Datscha wird von 16<br /> Leuten bewacht, rund um die Uhr. Die Kosten der Überwachung übersteigen den Wert der Datscha um ein vielfaches! Dafür gibt es eigentlich nur ein Wort ... und Du weißt was ich meine!<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Ja ich weiß, und dem was du sagst ist auch sonst kaum was hinzu zu fügen. Deshalb tue ich das jetzt auch nicht.<br /> <br /> <br /> Deshalb, und auch weil ich so langsam Angst bekomme das ich dich zu sehr beanspruche, denn eigentlich wolltest du dich ja zur Zeit mit deiner Mutti beschäftigen und nicht mit einem älterem Herrn<br /> aus dem Ruhrgebiet über das Leben philosophieren.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Eine Reise auf den Mars, ohne Rückfahrkarte, für unsere Politiker, da würde ich sofort zustimmen! Schlimmer kann es nicht werden, ohne sie! Ich hoffe, Du packst es noch bis zur Rente und bekommst<br /> genug um einigermaßen gut leben zu können.<br /> Der Mensch als Unkostenfaktor um den Gewinn zu maximieren, ist heute ja schon normal. Früher hatten die Unternehmer noch ein Gewissen aber heute nicht mehr. Ich vergleiche es mit modernem<br /> Sklaventum und bin froh, diesem entkommen zu sein. Sorge bereitet mir nur noch die Rente. Sie steigt kaum aber das Leben wird immer teurer. An der Grundstückssteuer arbeiten sie auch schon, diese<br /> zu erhöhen. Wer sich etwas geschaffen hat und vielleicht sogar noch ein bißchen Luxus eingebaut, der wird besonders hart bestraft werden. Zufälligerweise hat mir das Finanzamt einen Bogen<br /> mitgeschickt, der nicht für mich bestimmt war. Da wollen sie wissen wie man eingerichtet ist. Zu beurteilen vom Finazamt. Ich war entsetzt!<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Naja, um meine Rente mache ich mir noch nicht mal die größten Sorgen. Es gibt genug andere, jüngere Leute um die ich mir Sorgen mache.<br /> <br /> <br /> Allerdings ist es absehbar dass das Leben als Rentner auch kein reines Zuckerlecken wird. Wie du schon gesagt hast, wird man als Rentner immer ärmer, und das "Besitzen" von Eigentum, wie Haus und<br /> Gründstück, wird auch immer teurer. Besitzen extra in Anführungszeichen, denn hier in Deutschland besitzt man etwas das man kauft nicht unbedingt, jedenfalls nicht so wie man sich "Besitzen"<br /> vorstellt. Keine Ahnung ob das in anderen demokratisch regierten Ländern auch so schlimm ist, aber glauben kann ich es eigentlich nicht. Jeden Monat muß man für seinen Besitz nachzahlen, und wenn<br /> man denkt das man nun mit und auf seinem Besitz machen kann was man will, wird man auch schnell eines "Besseren" belehrt.<br /> <br /> <br /> Ich hatte mich lange Zeit nicht für solche Themen interessiert, und als ich eines Tages von einem Kollegen, der ein altes Haus gekauft und restauriert hatte, erfuhr das jede Verbesserung des<br /> alten Hauses dazu führte das seine monatlichen Abgaben höher wurden konnte ich es kaum glauben. Für das Geld zum Erwerb und Umbau des Hauses hatte er lange gespart und reichlich Überstunden<br /> gemacht. Den Umbau hatte er weitestgehend in Eigenregie in seiner Freizeit gemacht. Er hat also mit eigener Kraft und eigenem Geld das Haus in Stand gesetzt und für das was dabei heraus gekommen<br /> ist, sahnt nun der Staat kräftig ab.<br /> <br /> <br /> Vielleicht ist das ja auch woanders so, aber für mich ist das, wie vieles andere auch was vom Staat kommt ziemlich schwer zu verstehen.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Dein letzter Satz ist der beste! Ich dachte auch, es geht nur noch bergauf! Falsch gedacht! Es geht steil bergab! Seit 1990 geht es nur noch nach unten und jeder der heute eine gut bezahlte Arbeit<br /> hat kann froh sein. Polen ist mittlerweile schon sehr viel besser als damals. Die Grenze nach Polen ist nicht weit weg von uns. Nach Stettin sind es 75 km und wir fahren oft dort hin. Da kann man<br /> wesentlich günstiger einkaufen, tanken und man bekommt Waren, die gibt es einfach nicht bei uns. Oder nur sehr teuer, das drei- oder vierfache dessen was wir bezahlen müssen. Mittlerweile kennen<br /> wir ein paar Polen und denen geht es sehr viel besser. Natürlich nicht allen! Aber in Polen ist alles viel einfacher, weniger Bürokratie und mittlerweile haben viele Polen in Mecklenburg Vorpommern<br /> ihre Firmen. Natürlich bekommen sie auch Fördergelder in ungeahnten Höhen. Hier gibt es billige Arbeitskräfte und ich kenne Einige, die für polnische Firmen arbeiten. Sie sind sehr zufrieden und<br /> verdienen mehr als bei den Deutschen. Ist das nicht schlimm? Wir waren einmal eines der reichsten Länder der Welt. Heute erdrücken uns die Schulden und unsere Politiker verschenken alles was wir<br /> einmal hatten.<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Ich glaube der Kollege bereut seinen Schritt inzwischen auch. Zumal er In Polen schon ein paar Jahre Rentner wäre. Er hat im Bergbau gearbeitet, und wie er berichtet hat, wird man da mit 40 schon<br /> Rentner. Hier hat er noch einige Jahre vor sich. Inzwischen ist es ja, so wie in Deutschland überhaupt, auch in der Arbeitswelt nicht mehr so schön wie es mal war.<br /> <br /> <br /> Obwohl die Arbeit früher wesentlich schwerer war, hat sie doch ein gewisse Zufriedenheit vermittelt und das Selbstwertgefühl bestärkt. Heute ist man als einfacher Arbeiter, egal wieviel man<br /> leistet, nur noch ein Unkostenfaktor. Zufriedenheit und Selbstwertgefühl vermittelt die Arbeit nicht mehr, denn soviel man auch leistet, es ist immer zu wenig.<br /> <br /> <br /> Der Kollege ist allerdings ein deutschstämmiger Pole, und die hatten es, wie er sagt nicht leicht und das war auch ein Grund auszuwandern.<br /> <br /> <br /> Ja, steil bergab geht es und die Steile wird immer steiler und die Geschwindigkeit immer schneller. Vor einigen Tagen habe ich gelesen das Freiwillige für eine Reise zum Mars ohne Rückfahrkarte<br /> gesucht werden. Damit soll die Besiedlung des Mars eingeleitet werden. Vielleicht wäre das eine Alternative.<br /> <br /> <br /> Vielleicht könnte man ja auch unsere Politiker zu Freiwilligen für die Marsexpedition erklären. Auf den Mond schießen hat sie ja schon mancher gewollt, aber ich fürchte das ist noch zu nahe.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Ja, diese Zeitkonten kenne ich natürlich auch. Sie wurden eingeführt, damit der Überstundenzuschlag wegfällt. Hier wurde der Arbeitnehmer einfach benachteiligt zu Gunsten des Arbeitgebers. Ich<br /> hatte einen Job in dem es nie ruhige Zeiten gab und ich selbst entscheiden konnte wann ich die Stunden abfeiere. Da kam ich schon mal auf 10 Wochen Urlaub im Jahr. Es war schlimm und ich habe die<br /> Chance ergriffen in Altersteilzeit zu gehen und zum frühestmöglichen Termin in Rente. Natürlich mit sehr hohen Einbußen! Ich bedaure die jungen Menschen, die heute selten noch eine Perspektive in<br /> Deutschland haben. Die Macht der Arbeitgeber wurde durch die Politik bewußt gewollt. Ich nenne nur mal die Zeitarbeit. Hier wird viel Schindluder getrieben und es geht einfach so weiter.<br /> Als junger Mensch würde ich heute den Weg wählen ins Ausland zu gehen. Deutschland ist nicht einmal mehr Mittelklasse. Deutschland schafft sich tatsächlich ab!<br /> Einen schönen Sonntag noch!<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Ja, so kann und muß man das zusammen fassen. Nur weiß ich nicht ob man im Ausland auf die Dauer sicher ist. Wir sind im globalen Zeitalter und die wahren Mächtigen sind nicht an Grenzen gebunden.<br /> <br /> <br /> Vor nunmehr schon Jahrzehnten, kam ein Kollege auf meine Schicht, der aus Polen nach Deutschland ausgewandert war, weil hier ja alles weitaus besser ist. Seine Frau verdiente auch ganz gut, und<br /> nun planten sie, sich langfristig finanziell festzulegen um sich eine Eigentumswohnung zuzulegen. Wobei auch, so quasi nebenbei, ein standesgamäßes Auto, ein BMW der 5er-Reihe, abfallen sollte.<br /> <br /> <br /> Schon damals habe ich ihn darauf hingewiesen dass wir, wenn man mal in der Geschichte zurück blickt, in einer völlig unnatürlichen Zeit leben. Normale Arbeiter konnten eigentlich immer froh sein<br /> wenn ihr Verdienst für den Lebensunterhalt ihrer Familie reichte, an mehr war da nicht zu denken.<br /> <br /> <br /> Das sich normale Arbeiter so etwas wie Haus, Auto, Unterhaltungselektronik usw., usw. leisten können, bzw. das sie überhaubt Freizeit haben um an solche Dinge zu denken und sie zu geniessen, ist<br /> geschichtlich gesehen etwas völlig Ungewöhnliches und wird von den Mächtigen dieser Erde sicher nicht lange geduldet.<br /> <br /> <br /> Das habe ich ihm damals gesagt. Allerdings hatte ich damals geglaubt das es wenigstens ein paar gute Generationen geben würde, bevor es wieder bergab geht. Damit, dass ich das schon in meiner<br /> Generation erleben würde, hatte ich nicht gerechnet.<br /> <br /> <br /> <br />