Tödlicher Unfall
Schon ein Weilchen her dass ich mich zum letzten Mal in diesem meinem Blog gezeigt habe. Ich war ja krank, mußte viel arbeiten, auch am Wochenende, zwischendurch gab es auch viel zu tun, und so hatte ich weder Zeit zum Fotografieren noch zum Bloggen. Der erste Schnee in die- sem Winter, der inzwischen wieder weggetaut ist, hat sich unfotografiert davon gemacht.
Aber gestern war es soweit, mein letzter Arbeitstag in diesem Jahr. Dementsprechend be- schwingt fühlte ich mich auch. Und dann war auf einmal Grossalarm auf dem Werk. Werksfeu- erwehr, städtische Feuerwehr, Rettungswagen, 2 Notärzte, Polizei, alles vor unserem Stahlwerk. Was da los war haben wir aber nicht mehr erfahren.
Heute stand es aber in der Zeitung und war auch im Internet zu lesen. Zwei Schlosserkollegen aus dem Stahlwerk haben an einem Lichtbogenofen Wartungsarbeiten durchgeführt. Plötzlich löste sich ein 7 Tonnen schwerer Ausleger, der eigentlich die Elektroden in den Ofen senkt, traf den einen Kollegen, der mehrer Meter tief abstürzte, und quetschte den anderen ein. Einer von beiden ist tot, der andere schwebt in Lebensgefahr. Wie man liest konnten die Kollegen nichts dazu, es war einfach ein technischer Defekt.
Was haben wir uns da nur für einen Beruf gewählt. Es war nicht der erste tödliche Unfall und wird auch bestimmt nicht der letzte bleiben. Ich hatte auch schon einige Unfälle, von einem habe ich einen steifen rechten Fuß zurückbehalten. Ansonsten hier und da eine Narbe, aber damit kann man leben.
Das Ganze hat mich ziemlich geschockt. Ich mag gar nicht an die Angehörigen der Unfallopfer denken. Die werden dieses Weihnachten ihr ganzes Leben lang nicht vergessen.